Cannabis bei Schmerzen

15 Dezember 2017 von | Kategorie: Inhaltsstoffe

Cannabinoide und unser körpereigenes System

Warum brauchen wir Cannabis mit seinen Wirkstoffen (Cannabinoide) um Schmerzen und Entzündungen des Körpers zu lindern oder zu beseitigen?

In Deutschland sterben Jährlich mehr als 3000 Menschen an Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS und Diclofenac.

Acetylsalicylsäure (ASS) ist mit einem Verbrauch von über 500 Tonnen pro Jahr das in Deutschland meist verwendete Analgetikum gefolgt von Ibuprofen mit etwa 180 Tonnen und Diclofenac.

Von den teils dramatischen Nebenwirkungen von Diclofenac wie Herzinfarkt und Schlaganfall, ist bis jetzt nur wenig bekannt. (1)

Laut Ärzteblatt 2008 werden Circa 90 Tonnen des Wirkstoffs Diclofenac im Jahr in Deutschland verbraucht, wodurch schätzungsweise 63 Tonnen Diclofenac über den Urin in den Wasserkreislauf gespült werden da Medikamente sehr stabil sind und Kläranlagen nicht darauf ausgelegt, Medikamente herauszufiltern. (2)(3)

Es gibt Alternativen ohne große Nebenwirkungen:

Der Mensch ist von Natur aus mit ein Endocannabinoidsystem ausgestattet, also einen körpereigenen System, das Cannabinoide produziert und als Steuerungssignal verwendet. Es gehört zu unseren Nervensystem denn diese haben Cannabinoidrezeptoren, den Rezeptoren-Typ CB1 und CB2. Diese Rezeptoren befinden sich auf den Nervenzellen im ZNS (besonders CB1) im Kleinhirn, Hippocampus und den Basalganglien. Die Basalganglien liegen Unterhalb der Großhirnrinde und sind besonders wichtig für motorische, kognitive und limbische Regelungen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Endocannabinoide Lern- und Bewegungsprozesse mit beeinflussen. Aber CB1 Rezeptoren kommen auch im Darm vor also unseren „Bauchhirn“.

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass der CB1-Rezeptor notwendig für das Löschen negativer Erinnerungen sein könnte was eine wichtig Rolle bei Angststörungen und traumatischen Erlebnissen ist.(4)(5)

Die Rezeptoren CB2 finden sich vorwiegend auf Immunzellen und auf Zellen, die am Knochen auf- und -abbau beteiligt sind.

Beide Cannabinoid-Rezeptoren modulieren verschiedene Ionenkanäle. Weitere physiologische Prozesse mit Beteiligung des Endocannabinoidsystems sind u. a. Schlafinduktion, Appetit- und Motilitätssteuerung, Temperatursteuerung, Neuroprotektion und Krebs.

Eine pflanzliches von der Natur geschenktes und günstiges Arzneimittel das vielfältig in fehlgesteuerte Prozesse eingreifen kann und so eine Modulation zur Heilung vornimmt ist vorhanden aber es unterliegt immer noch dem Beteubungsmittelgesetz.

Eine chemische teure Substanz mit vielen Nebenwirkung und Todesfällen ist frei verkäuflich und unterliegt keiner großen Regulierung.

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