Was hat blaues Blut mit Schnecken und Löwenzahn zu tun?

14.07.2021 23:49 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

Der Blutkreislauf der Schnecken
Der Blutkreislauf der Schnecken ist grundsätzlich offen. Das bedeutet, dass Schnecken zwar einige grundlegende Blutgefäße besitzen (so zum Beispiel eine Lungenvene, die von der Lunge zum Herzen führt, und eine Körperschlagader oder Aorta), aber das Blut kreist frei zwischen den Organen. Dort Schneckemischt es sich mit der Lymphflüssigkeit zur Hämolymphe. Das Herz einer Schnecke hat zwei Kammern, eine Vorkammer und eine Herzkammer. (1)

Anders als beim roten Blutfarbstoff, dem menschlichen Hämoglobin das eisenhaltig ist um Sauerstoff zu binden, haben viele andere Lebewesen Hämolymphe. Hämoglobin, beziehungsweise Häm, ist wiederum fast identisch mit Chlorophyll. Der feine Unterschied liegt im Zentralatom. Bei Häm ist es das Eisen und beim Chlorophyll ist es Magnesium.

Gliederfüßer (Arthropoda oder Arthropoden) ist solch eine Gruppe der Tiere mit Hämolymphe. Zu ihnen gehören zu Beispiel Insekten, Tausendfüßer, Krebstiere (z.B. Krebse, Entenmuscheln), Spinnentiere (z.B. Spinnen, Skorpione, Milben) und die ausgestorbenen Trilobiten. Gliederfüßler sind auf diesen Planeten sehr erfolgreich. Sie verteilen sich auf beinahe eine Million Insektenarten, knapp 10.000 sonstige Sechsfüßer, etwa 16.000 Tausendfüßer, gut 100.000 Spinnentiere und knapp 50.000 Krebstiere.

Die Weichtiere (Mollusca oder Mollusken), die zweite Gruppe, wie Krebse, Spinnentiere, Muscheln, Schnecken und Tintenfische, schwangt in ihrer Gesamtzahl von 100.000 Arten bis manchmal lediglich 50–60.000 Arten.

Hämolymphe enthält keine roten Blutkörperchen und ähnelt einer Mischung von Blutplasma und Lymphflüssigkeit. Die meist farblose Flüssigkeit ist unter anderem Transporteur von Nährstoffen, Hormonen und Stoffwechselprodukten. Die Hämolymphe vermittelt den Temperaturausgleich und hat bei der Abwehr von Krankheitserregern oder dem Wundverschluss eine ähnliche Funktion wie das menschliche Blut.

Hämocyanin ist der blaue Anteil der Hämolymphe und kann wiederum mit zwei Kupfer-Ionen das Sauerstoff bindet. Insbesondere von Mollusken, ruft es starke Abwehrreaktionen des Immunsysteme von Säugetieren hervor, ist jedoch völlig ungiftig und wird schnell abgebaut. Es wird daher als Adjuvans verwendet, aber auch in der Krebstherapie eingesetzt. Hämocyanin ist der zweithäufigste Sauerstofftransporter in der Tierwelt. Sauerstofffreies Hämocyanin ist farblos, mit gebundenem Sauerstoff hat es eine blaue Farbe. Bei sehr niedrigen Temperaturen ist Hämocyanin jedoch Hämoglobin überlegen. (2)

Medizin aus dem blauen Blut von Meeresschnecken
Auf dem Meeresgrund vor den Küsten Südkaliforniens bis nach Mexiko kriecht eine lebende Apotheke: Aus der Hämolymphe, einer Art Blutersatz bei wirbellosen Tieren, der Schlüssellochschnecke Megathura crenulata gewinnt das Fellbacher Pharmaunternehmen biosyn Arzneimittel GmbH ein Medikament gegen Harnblasenkrebs. Auch als Trägermolekül für verschiedene Antigene von therapeutischen Impfstoffen wird der blaue Blutfarbstoff der Meeresschnecke derzeit getestet. (3)

 

Pigmentstörungen und Skorpione
Pandinus imperator, der Kaiserskorpion, ist nicht nur als Haustier relativ beliebt, er ist auch für die Forschung interessant. Grund dafür ist sein blaues Blut, das den Sauerstoff transportiert und im ganzen Körper verteilt. Der blaue Blutfarbstoff Hämocyanin des Kaiserskorpions, zeigt in seiner Struktur eine sehr große Ähnlichkeit unter anderem mit der menschlichen Tyrosinase.

Die Tyrosinase (hat als Co-Enzym Kupfer), das Schlüsselenzym der Melaninsynthese, gehört zu einer Gruppe von besonderen Molekülen, die in allen Organismen vorkommen und viele unterschiedliche Funktionen haben: Färbung von Haut, Haaren und Augen, Immunreaktionen, Wundheilung oder Braunfärbung beim Obst. Die Tyrosinase in Pflanzen hat zusätzliche Funktionen und heißt Polyphenoloxidase. Bei einer Mutation der Enzyme kann es zu Albinismus und bei einer verstärkten Produktion des Pigments Melanin zu Leberflecken, aber auch zu Melanomen kommen. Hämocyanin ist mit den Tyrosinasen so stark verwandt, dass sie sich mit Aktivierungsmechanismen sogar zu Tyrosinasen umwandeln lassen. (4)

Warum wird Löwenzahn nie krank?
Pflanzen haben, wie gesagt, Enzyme namens Polyphenoloxidasen, die bestimmte chemische Verbindungen oxidieren können und so den typischen braunen Farbstoff herstellen, den wir zum Beispiel von angeschnittenen Äpfeln kennen. Der Löwenzahn gehört zu den Milchsaftführenden Pflanzen wie einige andere Korbblütler auch. Vielleicht schützt der Milchsaft den Löwenzahn vor Krankheitserregern? Es ist schon lange bekannt, dass der Milchsaft neben den bekannten phenolischen Bitterstoffen auch ein Protein enthält, das eine sogenannte Polyphenoloxidase ist. Polyphenoloxidasen gibt es in vielen Pflanzen; sie oxidieren chemische Verbindungen, die Diphenole, mithilfe von Luftsauerstoff, und die dabei entstehenden Chinone sind „giftig“ – man kann auch sagen, dass sie antimikrobiell wirken, weil sie sehr reaktiv sind: Sie reagieren mit anderen Biomolekülen und inaktivieren sie auf diese Weise. Die Chinone reagieren aber auch mit sich selbst und bilden dabei ein braun gefärbtes Polymer, also ein Riesenmolekül. So setzt die Pflanze eine Art Entgiftungsreaktion in Gang, mit der sie sich selbst vor den Chinonen schützt. Wir kennen diese „Verbräunungsreaktion“ nicht nur von der Löwenzahnmilch, sondern zum Beispiel auch von angeschnittenem Obst wie Äpfeln und Bananen, die an der Luft schnell braun werden und sich so bei Verletzungen so vor dem Eindringen von Krankheitserregern schützen. (5)

Adel verpflichte – Woher kommt das Sprichwort das der Adel blaues Blut hat?
Um sich von den Arbeitern auf dem Feld abzuheben sprach man im Mittelalter davon, dass der Adel blaues Blut hätte. Dies kam dadurch zustande, dass die Bauern auf dem Feld täglich der prallen Sonne ausgesetzt waren und somit eine dunklere Hautfarbe hatten. Somit waren die Venen durch die Haut nicht mehr zu sehen. Der Adel hingegen hielt sich hauptsächlich in den Villen und Burgen auf, wodurch die Haut blass blieb und die Venen bläulich durch die Haut schienen. Die Regenwürmer haben rotes, hämoglobinhaltiges Blut und die Schnecke blaues, hämocyaninhaltiges Blut. (6)

 

(1) http://www.weichtiere.at/Schnecken/index.html?/Schnecken/morphologie/organsysteme.html)

(2) Wikipedia

(3) https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/medizin-aus-dem-blauen-blut-von-meeresschnecken

(4) https://www.scinexx.de/news/biowissen/pigmentstoerungen-auf-der-spur/

(5) https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=10344

(6) http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/haemocyanin/Haemocyanin.pdf

Kapstachelbeere (Physalis peruviana)

27.06.2021 23:57 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

Kapstachelbeere (Physalis peruviana)

Die Kapstachelbeere auch Inka-oder Andenbeere genannt, ist verwandt mit unserer aus Südosteuropa und Westasien beheimateten Lampionblume (Physalis alkekengi).

Beide gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) die uns viele Pflanzen als Nahrungs-, Genuss-oder Heilmittel gebracht haben, wie zum Beispiel aus Südamerika die Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Chili, Tabak und Engelstrompete, aus Asien Aubergine und die aus Afrika bis China beheimatete Goji (Lycium barbatum) und Ashwangadha (Withania somnifera) um nur einige zu nennen. Sie sind alle mit unseren heimischen Ritual und Heilpflanzen wie dem Schwarzer Nachtschatten, Bittersüßer Nachtschatten, Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel und Tollkirsche verwandt. Es gibt schätzungsweise 2700 verschieden Nachtschattengewächs Arten weltweit.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kapstachelbeere am Kap der guten Hoffnung eingeführt und fand dort großen Anklang, deshalb der Name.

In Südamerika beziehungsweise in Peru heißt die Andenbeere (Physalis aguaymanto) nach ihrem Namen auf Quechua, awaymantu, aber manchmal auch tomatillo.

In Mexico gibt es eine weitere Art, Physalis philadelphica, die auch Tomatillo genannt wird.

Sie wird gerne zur Zubereitung von Salsasaucen und Gemüsepfannen verwendet.

Wir nennen die Kapstachelbeere bei uns geläufig nur Physalis.

Inhaltsstoffe:

Die kleine Frucht im inneren des Lampion ist eine wahre Wunderfrucht. Sie ist nicht nur ein guter Lieferant von Vitaminen, Mineralien und Spurenelement, nein sie ist auch reich an Aminosäuren, Omega3-und Omega6 Fettsäuren.

So liefert sie entgegen vieler anderer Früchte eine bemerkenswerte ideale Aminosäuren Zusammensetzung. Man könnte mit 2kg Physalis seinen Aminosäuren Tagesbedarf knapp decken. Schon mit 100g der Beeren hat man 8,4% des täglichen Omega 3 Fettbedarfes gedeckt.

Verzehrt man 200g reicht das für den Kalium bedarf, mit 500g deckt man seinen Mangan und mit 1kg Beeren ist der Eisenbedarf für einen ganzen Tag gedeckt.

Das ist schon sehr herausragend für eine Frucht. Bei den Vitaminen gibt es eine große Vielfalt aber dort sticht sie nicht so heraus wie unsere heimischen Früchte die da locker mithalten können.

Weiter sind enthalten die Vitamine A 150µg, Betacarotin 900µg, E 500µg, B1 60µg, B2 40µg, B3 2mg, B5 200µg, B6 50µg, B7 0,1µg, B9 8µg und Vitamin C 28mg.

An Mineralien und Spurenelemente finden wir Eisen mit 1,3mg, Kalium 170mg, Zink 0,11mg, Kupfer 0,115mg, Mangan 0,33mg und Jod mit 1µg.

Weitere Inhaltsstoffe sind Phytosterole und Withanolide, eine Stoffklasse aus der schon oben erwähnten Schlafbeere (Withania somnifera) auch besser bekannt als Ashwangadha aus der Ayurvedischen-Medizin. Diese Pflanze ist ein hervorragendes Adaptogen, das heisst sie hilft unserem Organismus sich an erhöhten körperlichen, emotionalen, hormonellen und neuroimmunologischen Stresssituationen anzupassen.

Die Withanolide sind aus Studien gegen Entzündungen, als Antibiotikum und gegen Krebsentstehungen bekannt.

Anwendung:

Natürlich wurde die Kapstachelbeere sowohl traditionell als auch modern in der Heilkunde verwendet. Aufgrund ihrer vielen kleinen Samen in der Frucht, besitzt sie eine abführende Wirkung. Auch bei Augenerkrankungen wie Bindehautentzündungen, Asthma oder rheumatische Erkrankungen wurde sie eingesetzt.

Moderne Untersuchungen zeigen eine anti-diabetische-und zytotoxische Wirkung.

Aber vor allem schmecken die Früchte lecker und die Pflanze lässt sich bei uns gut im Garten anbauen, so das sie nicht als Importfrucht Verwendung finden muss. Sie kann sich an die meisten Bodentypen anpassen – sie wächst fast überall, braucht aber keine frisch gedüngte Böden, damit eine gute Blüten-und Fruchtbildung gelingt. Da sie nicht frosthart ist, sollten man darauf achten, die Pflanze erst auszupflanzen, wenn der letzte Frost vorbei ist.

Natürliche Blutverdünner und Heparin aus Pflanzen

17.06.2021 2:27 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

Blutverdünnung mit Pflanzenstoffe

Eine häufige Komplikation von bestimmten viralen Infektionserkrankungen sind Pulmonalembolien. Solche Verschlüsse der arteriellen Lungengefäße durch ein Blutgerinnsel sehen wir bei diesen Patienten in der Bildgebung sehr häufig.

Nun haben Pflanzen eine sehr breite Palette an Stoffen um eine Blutverdünnung und Auflösung solcher Blutgerinnsel über verschiedene Stoffwechselwege im Organismus von Säugetieren, also auch von uns Menschen, zu bewerkstelligen.

Wenn man sich mal Überlegt das eine Pflanze bis zu 1000 Inhaltsstoffe oder mehr hat, in der Mistel hat man bis jetzt 1600 verschiede Pflanzenstoffe gefunden, kann man sich vorstellen das es sehr schwer ist zu identifizieren ist über welche Wege mit welchen Stoffen eine Blutverdünnung mit Pflanzenstoffe von statten geht.

So gibt es eine Vielzahl von Pflanzen die in Studien untersucht wurden, mit Hinblick auf ihre Eigenschaft die Blutkoagulation (Blutgerinnung) über das Blutgerinnungssystem oder die Thrombozytenaggregatio zu beeinflußen.

Pflanzenstoffe als Blutverdünner

Beispiele hierfür sind gängige Pflanzen wie Thymian (Thymus vulgaris), Guarbohne (Cyamopsis tetragonoloba), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) oder Zimt (Cinnamomum cassia) die alle als Antikoagulantien (intravasale Bildung von Thromben zu verhindern, also zur Thromboseprophylaxe), eine deutliche Aktivität zeigen. (1), (2)

Aber auch Pflanze wie Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Knoblauch, Ingwer, Ginseng, Herzgespann, Johanniskraut und Weidenrinde reduzierten die Thrombozytenaggregation. In-vitro-Studien zeigen eine vielversprechende Verringerung der Thrombozytenaggregation bei Andrographis, Mutterkraut , Knoblauch, Ingwer, Ginkgo, Ginseng, Weißdorn, Rosskastanie und Kurkuma. (3)

Als Blutverdünnende Substanzen sind uns aus der Pflanzenwelt zum Beispiel bekannt, die Cumarine (4), die Saponine (5), Fucoidan aus Braunalgen, Taxane aus der Eibe (6) aber auch Farbstoffe wie aus dem Ginkgo oder auch Polysaccharide wie aus dem Kanadisches Berufkraut (Erigeron canadensis), die alle als Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulansien oder mit einer Koagulationsfähigkeit in Untersuchungen identifiziert werden konnten. (6)

 

Kanadisches Berufkraut (Erigeron canadensis)

Die Polyphenol-Polysaccharid-Zubereitungen, aus dem Kanadisches Berufkraut, könnten eine neue Quelle für eine Gerinnungshemmede-Verbindung werden, die möglicherweise in der Blutgerinnungs- und Anti-Thrombozyten-Therapie nützlich ist. (7)

 

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Beim Ginkgo sind es gleich eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen. Unter allen getesteten Naturstoffen aus dem Ginkgo, wurden vier Biflavone (Ginkgetin, Isoginkgetin, Bilobetin und Amentoflavon) und fünf Flavonoide (Luteolin, Apigenin, Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin) mit thrombinhemmender Wirkung gefunden. (8)

Auch über die antioxidative, antientzündliche und Anti-Thrombozyten-Eigenschaften läßt sich die Blutviskosität beeinflußen und entstandene Blutgerinnsel (Thromben) wieder aufzulösen.

Mädesüß (Filipendula ulmaria) und Heparin

Im Mädesüß gibt es gleich mehrere Substanzen und wie so oft in der Pflanzenwelt unterscheiden sich die Wirkstoffe nur geríngfügig von Stoffen im menschlichen Körper.

Ein bestimmter Stoffe aus dem Mädesüß (Filipendula ulmaria) weist auf seine Ähnlichkeit mit Heparin tierischen Ursprungs hin. Dieser Stoff scheint auch in der Asiatischen-Pfingstrosenwurzel (Paeonia anomala) vorzukommen. (9), (10)

In den Blüten und Samen von Mädesüß wurde Heparin gefunden, das in Form eines Komplexes an die Pflanzenproteine gebunden ist. Dieser Komplex verstärkt die gerinnungshemmenden und fibrinolytischen Eigenschaften der nichtenzymatischen Natur bei seiner Verabreichung an Tiere, sowohl intramuskulär als auch intravenös. Die identische Wirkung auf das Blutstillungssystem (Hämostasesystem) von Heparin tierischen und pflanzlichen Ursprungs wurde in Untersuchungen dargestellt. (11)

Blüten und Samen von Mädesüß zeigen eine hohe gerinnungshemmende Wirkung. Ihre gerinnungshemmende und fibrinolytische Wirkung (körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels durch das Enzym Plasmin) wurde nach oraler Verabreichung der Extrakte nachgewiesen. Die Samenextrakte zeigen bei Verabreichung in vivo und in vitro gleich hohe gerinnungshemmende Wirkungen. (12)

Wie wir hier sehen können ist die Palette der Pflanzenstoff die eine Blutgerinnung verhindern sehr groß. Dies ist nur ein kleinen Ausschnitt aus Untersuchungen und Studien die deutlich belegen das man das Blutgerinnungssystem über natürlich Substanzen positiv im Sinne Verhinderung eines Blutgerinnsel beeinflussen kann.

 

 

 

(1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28866770/

(2) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20828311/

(3) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25839871/

(4) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24868863/

(5) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33172028/

(6) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22136282/

(7) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21172723/

(8) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31446241/

(9) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1809785/

(10) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10868059/)

(11) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2226759/

(12) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8358277/

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin Februar 2022

14.06.2021 22:09 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

Plantago major

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

Februar 2022

10 Wochenenden, 120h

 

 

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

995€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Ackergauchheil - Anagalis arvensis
Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin Aug. 2021

02.05.2021 20:21 von

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

Plantago major

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

28. August 2021

10 Wochenenden, 120h

 

August 28+29.8 Start

September 25+26.9

Oktober 30+31.10

November 27+28.11

Dezember 11+12.12

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

995€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Ackergauchheil - Anagalis arvensis
Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

Geranium robertianum – Rubrechtskraut

24.04.2021 20:33 von

Geranium robertianum – Rubrechtskraut

Stinkender Storchschnabel, Gottesgnadenkraut, Rotlaufkraut

(Geraniaceae)

Botanik: Die in Europa und Asien heimische und in Nord- und Südamerika eingebürgerte, bis zu 50cm hohe krautige Pflanze, hat tief eingeschnittene rotgrüne Blätter und kleine rosafarbene Blüten mit länglich spitzen Früchten, die einen Storchschnabel ähneln. Dieses ein- oder zweijährige überwinternde Kraut mit stark verästelte Stängeln die mit weichenGeranium1 DSC_0294 !!!!-3, abstehenden Drüsenhaaren, wie die Blätter auch, dicht besetzt sind ist bei uns oft zu sehen. Auch die Blattstiele, Blattrippen und Blattränder sind oft rot gefärbt. Die Blätter sind drei- bis fünfspaltig mit gestielten, doppelt fiederspaltigen Blättchen. Es ist häufig in feuchten Wäldern, Gebüschen, an Zäunen und Hecken, in Mauerspalten und auf Steinhaufen zu finden und blüht vom Mai bis in den Herbst hinein. Die kleinen Blüten sind zwittrig, fünfzählig wie Kron- und Kelchblätter auch. Die Früchte sind 5-fächrige Kapseln bzw. Spaltfrüchte. Die reifen einsamigen nussartigen Früchte werden durch Austrocknung bis zu 6m fortgeschleudert. Rubrechtskraut ist sehr schattenverträglich und wächst noch bei 1/25 bis 1/40 des normalen Tageslichts.

Geruch: Das Ruprechtskraut ist durch seinen unangenehmen Bocks- oder Wanzengeruch gut charakterisiert. Dieser Geruch geht beim trocknen verloren.

Verwendung: Früher verwendete man das blühende Kraut aber auch die Wurzel wegen den hohen Gerbstoffgehalt. Gesammelt werden heute die oberirdischen Teile während der Blütezeit.

Inhaltsstoffe: Die Blätter enthalten ein unangenehm riechendes ätherisches Öl mit Geraniol, Germacren D, Limonen, Linalool und Terpineol. Die wichtigsten phenolischen Inhaltsstoffe sind Ferulasäure, Kaffeesäure, Rutin, Kämpferol und Quercetin. Geranium-Arten haben einen hohen Gehalt an Gallo- und Ellagitanninen (bis zu 30%). Der Hauptinhaltsstoff in G. robertianum ist Geraniin.

Traditionell: Schon die alten Kräuterbücher berichten von seiner adstringierenden Wirkung bei Durchfällen, chronischer Enteritis auch mit blutigen Stühlen, Dysenterie, fieberhaften Gastro-Enteritiden und Entzündungen des Uteruses zusammen mit Chinarinde, Ulcus cruris, Geranium BeeDSC_0245 !!!!-1Cholera infantum, bei Dermatopathien, fressenden Geschwüren, auch karzinomatösen, Tumoren, Ekzemen, Eiterungen, Rotlauf und entzündeten Brüsten, bei nässenden Exanthemen, insbesonders Ringflechte zusammen als Teemischung mit Equisetum und Quercus robur (zur Reinigung und den Juckreiz mildernden Umschlägen). Es würde angewendet bei Rheuma, Gicht, Lithiasis, Ikterus und Drüsenverhärtungen, Gastritis mit Neigung zu Geschwürbildung und zur Blutstillung, besonders aus Lunge, Niere, Blase, Nase aber auch bei blutenden Hämorrhoiden. Es kontrahiert den Uterus und wurde deshalb auch gegen Uterusblutungen, Endometritis (Entzündung der Gebärmutter) und zu starker Monatsblutung empfohlen. Auch bei Ohrenschmerzen und Schwerhörigkeit, als Begleiterscheinung von venöser Störungen wirkt es gut wenn man ein zerknülltes Blatt ins Ohr legt. Die Indianer Nordamerikas sahen die Wurzel als bestes Mittel gegen Lues an. Zerstoßen als Breiumschlag auf die Brust gelegt – soll es zum Zerteilen der stockenden Milch dienlich sei. Auch als Gurgelmittel bei Angina ist es zu empfehlen. Die aus frischen Blättern mit Schweineschmalz bereitete Salbe verwendete man gegen das Erysipel. In der Tierheilkunde verwendete man es in England bei Blutharnen und Dysenterien.

Wirkung: Es hat eine auflösende, entzündungswiedrige, schmerzlindernde, fieberwidrige und zerteilende Wirkung.

Anwendung: Als Tee, Tinktur oder Salbe. Hb. Geranii robertiani, Tinktura Geranii robertiani.

Studien: Sowohl seine antioxidative, antientzündliche und antibakterielle Wirkung konnte in Untersuchungen aufgezeigt werden. In Kombination mit Lavendel- und Nelkenöl wirkte das Geraniumöl auch gut bei Otitis media wie schon in der traditionellen Wirkung beschrieben. Des weiteren konnte sogar eine Senkung der Blutglukosewertes bei diabetischen Ratten als auch eine Verbesserung der lebermitochondrialen Atmung durch eine orale Gabe über vier Wochen beobachtet werden.

Toxität: Keine bekannt, hohe Mengen an Gerbstoffe können Übelkeit verursachen.

Lange Tag der Stadt Natur „Der Kreuzberg ruft“ So. 13.06.2021

05.03.2021 22:13 von

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Mit 66 Metern ist der Kreuzberg nicht nur die höchste natürliche Erhebung Berlins, sondern auch ein Weinberg und ein Zuhause für viele einheimische Heilpflanzen und Kräuter. Durch seine vielschichtige Gestaltung ist er ein guter Platz, um die urbane Natur ein wenig näher zu betrachten. Wir werden auf dieser Exkursion unser Wissen in die Kräuterheilkunde und Botanik vertiefen und durch Riechen, Fühlen und Schmecken hautnah erfahren, welche Pflanzen wir bedenkenlos essen können, um sie dann als Smoothies oder Kräutertees zu verarbeiten. Und das mitten im Zentrum von Berlin.

Sonntag, 13.06.2021, 8:30-10:30 Uhr, 12:00-14:00 Uhr und 15-17 Uhr

Für: Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Bitte mitbringen: Papier und Stifte

Ort/Start: Kreuzberg, Kreuzbergstr./Großbeerenstr., 10965 Berlin, am Fuße des Wasserfalls

Umkosten: Im Rahmen der Veranstaltung „Lange Tag der Stadt Natur“

Anfahrt: U6+U7 Mehringdamm, U6 Platz der Luftbrücke

Lange Tag der Stadt Natur – Heilkräuter im Treptower Park 12.6.2021

05.03.2021 21:49 von

Der 88,2 Hektar große Treptower Park liegt direkt an der Spree und bietet sich hervorragend für eine entspannte Kräuterführung an. Wegen der alten Baumbestände und vieler Heilpflanzen haben wir hier eine große Vielfalt rund um die Wiesen und angelegten Gartenteile des Parkes. Wir werden auf dieser Exkursion unser Wissen in der Kräuterheilkunde und Botanik vertiefen und durch Riechen, Fühlen und Schmecken hautnah erfahren, welche Pflanzen wir bedenkenlos essen können, um sie dann als Smoothies oder Kräutertees zu verarbeiten. Und das mitten im Zentrum von Berlin.

Samstag 12.06.2021, 15:00 – 16:30 Uhr sowie um 17:00 – 18:30 Uhr

Leitung: George Brasch

Für: Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Anbieter: George Brasch, Heilpraktiker

Bitte mitbringen: Papier und Stifte

Ort/Start: Treptow, Treptower Park, 12435 Berlin, S Treptower Park, Ausgang Spreeseite auf dem Vorplatz

Anfahrt: S Treptower Park

Umkosten: Im Rahmen der Veranstaltung “Lange Tag der Stadt Natur”

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin Feb. 2021

17.10.2020 21:13 von

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

Plantago major

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

Februar 2021

10 Wochenenden, 120h

 

Feb. 27+28.2.2021
Mär. 27+28.3.2021
Apr. 17+18.4.2021
Mai 29+30.5.2021
Juni 19+20.6.2021
(Sommersonnenwende)

 

 

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

995€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Ackergauchheil - Anagalis arvensis
Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

 

 

 

 

Herbstwanderung Biesenthaler Becken 1.11.2020

17.10.2020 21:06 von

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DSC_4027-11Der Herbst ist eingeläutet und für mich gibt es zu dieser Jahreszeit keine schönere Wanderung, als durch das Biesenthaler Fließ. Darum möchte ich euch herzlich einladen mit mir die bunte Pracht des Herbstes und der Buchenwälder zu genießen und eure Seele so richtig baumeln zu lassen.

Das 990 Hektar große Gebiet des Biesenthaler Beckens ist Teil des Naturparks Barnim. Die ca. 4-5 Stunden Fußweg durch dieses wunderschöne Feuchtgebiet geben besonders im Herbst einen atemberaubenden Anblick und machen diese Wanderung zu einen überaus eindrucksvollen Erlebnis. Die herliche naturbelassene Landschaft wurde in der Weichsel-Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren vom Toteis geformt.

Wir beginnen unsere Wanderung  am Biesenthal Borse Hypothyreose4 (1 von 1)Marktplatz und gehen Entlang des Hellfließ, der sich durch eine ausgeprägte schöne Schlucht aus der Eiszeit schlängelt. In diesem wild romantischen von Buchen gesäumte Tal, das von den Biesenthalern liebevoll „Biesenthaler Schweiz“ genannt
wird kann man wenn man Glück hat, auch Eisvögel sehen, die hier ihre Bruthöhlen haben.Steubling (1 von 1)-4

Dieser Fließ führt dann zum Hellsee und zur Hellmühle. Der Hellsee ist ein typisches Beispiel für einen Rinnensee an denen alte Buchen und einzelne Kiefern Wachsen. Nun geht es am See entlang, anfangs direkt am Ufer, später etwas entfernt davon. In dieser Jahreszeit bietSteubling (1 von 1)-9et sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf den See und das andere Ufer. So geht es dann weiter vorbei an einer alten Eiche (ca. 200 Jahre und Naturdenkmal), die schon stark ausgehöhlt ist und nur noch in der Krone einige lebensfähige Äste aufweist. Steubling (1 von 1)-16Am Weg haben Waldameisen ihre Nesthügel in den Hang gegraben. Nach ca. 2 km verläuft der Weg durch ein Feuchtgebiet hinauf zur Biesenthaler Straße wo wir dann den Bus zurück nach Bernau nehmen. Natürlich machen wir bei guten Wetter ein schönes Picknick unter den Buchen direkt am See. Nebenbei werde ich euch natürlich noch ein paar Pflänzchen, Bäume und Pilze mit ihren Heilwirkungen zeigen.

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Für Pilzfreunde gibt es zu dieser Jahreszeit und auf dieser Strecke auch einiges zu sehen. Neben den Flaschenbovist, Parasol und Pfifferling kann man auch schon mal den Zunderschwamm, die Krause Glucke, einen Birkenporling oder einen leckeren Schwefelporling finden.

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Borse Hypothyreose4 (1 von 4)Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der Anmeldung gibt es weiter infos.

Kosten: 30

Treffpunkt: Am Sonntag den 1.11.2020 um 9:20 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen  UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. Bis nach Biesenthal muss man dann noch mal im Bus nachlösen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel).DSC_3852-4

Kontakt: Tel.: 030-215 50 68 oder hpbrasch(at)web.de