Ohne Moos nix los – Moose, Überlebenskünstler der Urzeit

22.01.2023 21:36 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

 

Moose (Bryophyten)
Die Moose, also die Gruppe der Bryophyta, sind leider eine sehr vernachlässigte Gruppe der echten Landpflanzen worüber die Menschen im allgemeinen wenig wissen. Einige Moosarten werden im Biowindeln verarbeitet durch ihre hohe Wassersaugfähigkeit.  Eine weitere Ausnahme im wirtschaftlichen Bereich, bilden etwa 250 Arten der Sphagnum-Moose, die die mächtigen Torflager der Moore aufgebaut haben. Auch wurden Moose gerne im Schiffsbau oder zur Holzhüttendämmung benutzt um die Zwischenräume zu verschließen.

Moose sind Pflanzen, die in drei Klassifizierungen unterteilt sind: Hornmoose, Lebermoose und Laubmoose. Es gibt zirka 16.000-25.000 Arten von Moose und sie haben sich seit 350 Millionen Jahren kaum verändert. Da die fossilen Moose den gegenwärtigen Arten stark ähneln, scheinen sie seit dieser Zeit einem nur geringen Selektionsdruck ausgesetzt gewesen zu sein. Seit langem ist bekannt, dass Moose keinerlei Fressfeinde haben. Der Grund dafür sind die biologisch aktiven Inhaltsstoffe, die höhere Tiere genauso abwehren wie Insekten und Schnecken. Auch Pilze und Bakterien haben keinen Weg gefunden, Moose zu zersetzen. Sogar Viren konnten bisher in keinem einzigen Moos nachgewiesen werden.

Ihre Entwicklung liegt weit zurück in der Vergangenheit unserer Erdgeschichte. Im Verhältnis zur Entstehung der Menschen, die etwa vor 2 Millionen Jahren vom Baum gekrochen kamen und in der jetzigen Erscheinung etwa 300.000 Jahre exestieren, sind Moose die Überlebenskünstler der Uhrzeit. Bevor es Gefäßpflanzen wie Bärlapp-Pflanzen, Farne und Samenpflanzen gab, entstanden die Moose als die ersten Landpflanzen vor etwa 400-450 Millionen Jahren. Sie bildeten damit die Grundlage für alle Lebensformen

Gelbflechte

auf diesem Planeten. Moose, Pilze und Flechten (Bild rechts Gelbflechte) sind  also die Urgestalten der Erde. Pilze sind die älteste Lebensform außerhalb des Wassers, aber sie gehören jedoch nicht zur Pflanzenwelt. Flechten sind eineUntergruppe der Pilze, die in einer Symbiose mit Pilze und eine oder mehrere Algen leben.

Entstehung und speichern von Radioaktivität

Die Moose und Flechten entstanden etwa zur gleichen Zeit vor rund 500 Millionen Jahren aus den Algen im Meer. Obwohl es ältere paläontologische Hinweise auf eine Symbiose aus Pilz und Alge aus Südchina gibt, die rund 600 Millionen Jahre alt sind, kamen diese Funde wahrscheinlich nur im Wasser vor.

Beide Gruppen haben in einer Zeit gelebt, in der die Erdatmosphäre noch völlig anders zusammengesetzt war als heute und können daher auch mit den ungewöhnlichsten Umweltbedingungen zurecht kommen. Sie haben die Eigenschaft Schwermetalle und radioaktive Elemente zu binden und haben ähnlich wie Pilze, die ja auch gerne Strahlung und Schwermetalle anreichern, eine hohe Affinität zu diesen Elementen.

Auch Flechten speichern radioaktive Substanzen. So kann man sie sehr gut zur Überwachung des radioaktiven Niederschlags nach atmosphärischen Kernwaffentests oder nach Reaktorunglücke wie der von Tschernobyl heranziehen. So gelangten große Mengen radioaktiver Isotope nach Finnland und wurden dort von Rentierflechten (Cladonia) aufgenommen.

 

Moose haben eine besonderer Fähigkeit zum alt werden. Auch wenn die DNA der Moose durch Strahlung angegriffen wird, entwickeln sich die Moose unbeirrt weiter, ohne dass Mutationen das Wachstum beeinflussen. Da stellt sich mir natürlich gleich die Frage, ob Moose nicht zur Bindung und Ausleitung von Radioaktivität und Schwermetallen in der Phytotherapie verwendet werden können. Moose haben auch die Fähigkeit sich selbst zu regenerieren zum Beispiel wenn etwa ein Stück Ast abbricht. Dies verdanken sie den Scheitelzellen, die nur in Farnen, Algen und Moosen vorkommen. Jedes abgerissene Stück Moos kann unzählige neue Scheitelzellen hervorbringen, vermehren und daraus können dann neue Moose entstehen.

Moose besitzen keine Wurzeln wie wir sie von Pflanzen, sondern können über die kleinen Härchen und Membranen Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen und sich mit ihren Rhizoiden auf Steinuntergrund anheften, denn vulkanisches Gestein war die erste Bodengrundlage und das haben Moose hervorragend bewältigt um Humus herzustellen. Fehlt die Feuchtigkeit, stellen sie ihren Stoffwechsel ein und werden erst wieder aktiv, wenn die Umweltbedingungen stimmen. Durch die Verrottung bilden sie mit den Flechten den Nährboden für die Pflanzenwelt, wo die ersten Bäume, die Eospermatopteris, aus dem Erdzeitalter des Devon, vor etwa 392 Millionen bis 385 Millionen Jahren entstehen könnten. Sie bildeten die ersten terrestrischen Wälder der alten Welt auf unserem Planeten. Leider sind diese Bäume ausgestorben und liegen uns nur noch als fossile Funde vor.

In der Arktis wachsen Moose mit einer Geschwindigkeit von nur 0,5 cm pro Jahr. Die ältesten Funde wurden in diesen Gegenden gemacht und sind um die 1.500 Jahre alt und das erstaunlich ist das sie immer noch leben.

Anwendung

Bei der Heilwirkung hört aber das Wissen über die Moose auf. Wie man sie medizinisch Anwendet ist leider nach dem Zweiten Weltkrieg völlig in Vergessenheit geraten. Im Krieg wurden Moose durchaus noch als Wundauflagen bei Verletzungen verwendet. Auch bei Fuß-und Hautpilz-Erkrankungen kann man sie gut äußerlich verwenden, da sich die Moose in der Natur ja auch selbst vor Pilz- und Bakterienbefall schützen müssen.

Eine Moosart die schon im Mittelalter Verwendung fand war das Lebermoos. Aufgrund ihres Aussehens galt das Lebermoos in der Medizin des Mittelalters als Mittel gegen Leberbeschwerden. Aber auch als Extrakt zum Schutz vor Pilzerkrankungen wie Mehltau,  Grauschimmelfäule und gegen Rosenrost und andere Rostkrankheiten kann man es einsetzen. Auch Schnecken sollen mit Lebermoos behandelte Pflanzen meiden.

Und vielleicht haben einige der Moosarten ja auch ähnliche Wirkungen auf den Menschen bei Pilzerkrankungen. Da denke ich natürlich direkt an  Candida im Darm und Scheidenbereich.

Jeder hat wohl schon mal festgestellt das frischer Curcuma Monate lang in der Küche liegen kann, ob Winter oder Sommer, ohne zu vergammeln. Bis er dann irgendwann austrocknet ist. Das zeigt seine starke Wirkung gegen Bakterien und Pilzbefall so wie es sich auch beim Meerrettich verhält.

Darum kann man beide Pflanzen in der Phytotherapie auch mit dieser Indikation einsetzten.

Hier sieht man, dass Pflanzenheilkunde eine Beobachtungsheilkunde ist. Bevor man die modernen wissenschaftlichen Methoden hatte, mussten die Menschen die Natur sehr gut beobachten und daraus Rückschlüsse ziehen.

Herstellung eines Extraktes
Zwei Varianten der Herstellung eines Extraktes sind Möglich.

Die erst ist : Nehme frisches Lebermoos, weiche es über nacht in einen 10L Eimer ein und am nächsten morgen kann man es einfach zum besprühen und gießen der Pflanze benutzen.

Die zweite Variante: Nehme Lebermoos, lass es erst trocknen. Dann nehme auf 100ml 50-70% Alkohol , 10g des getrockneten Lebermooses und füge beides in ein Glas, lass es zwei Wochen im dunklen stehen und gieße dann die Tinktur durch ein Filter, wie etwa einer Bio-Leinenwindel ab. Diesen Extrakt kannst du dann mit 100ml Wasser verdünnen und die entsprechenden Stellen der Pflanze oder äußerlich auf die Haut besprühen. Über innerliche Anwendung beim Menschen gibt es keine Erfahrung mehr.

Wissenschaftliche Forschung an Moosen:

Wem sollte es wundern, auch die Pharmakologen und die Pharmaunternehmen sind an „Moos“ interessiert und den Moosen auf der Spur.

Die biozide, fungizide, akarizide, molluskizide und bakterizide Wirkung der Moose sind mittlerweile untersucht und beruhen auf eine Vielzahl chemischer Verbindungen. Mehrere hundert Moleküle konnten aus Moosen isoliert und deren Struktur aufgeklärt werden vor allem für die Krebstherapie.

THC in Moosen:

Nun haben Forscher aus der Schweiz einen THC-ähnlichen (Tetrahydrocannabinol) Wirkstoff aus dem Lebermoos „Radula perrottetii“ in Bezug auf die medizinische Nutzung analysiert. Die Substanzen (Perrottetinen) aus dem Lebermoos gehört zur Gruppe der Cannabinoide und hat eine milde psychoaktive Funktion durch aktivierung des cannabinoid Rezeptor 1 und somit eine THC-ähnliche schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung.

Auch die Forschung gegen Bakterien als neue Antibiotika ist an Moosen in vollen gang.

 

Wir sehen das in den Moosen noch so einiges an Potential steckt das zu erforschen gilt, denn ohne Moos ist nix los.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)

17.01.2023 14:43 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

 

Roter-Sonnenhut (Echinacea purpurea)

(syn. Purpurfarbene Kegelblume, Rote Sonnenblume)

Echinacea purpurea, auch bekannt als Purpurfarbener Igelkopf oder besser noch als Roter-Sonnenhut, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die in den zentralen und östlichen Regionen Nordamerikas heimisch ist. Die Pflanze hat große, prächtige, lila oder rosa Petalen um einen stacheligen zentralen Kegel herum und erreicht eine Höhe von 60-120cm.

Der Sonnenhut ist relativ einfach zu kultivieren und kann in einer Vielzahl von Bodenarten und Bedingungen angebaut werden darum ist sie bei uns auch eine beliebte Gartenpflanze. Sie bevorzugt sonnige bis vollsonnige und gut durchlässige Böden und kann durch Samen oder durch Teilung von etablierten Pflanzen vermehrt werden. Sie ist wenig anspruchsvoll und benötigt keine regelmäßige Bewässerung. Sie ist auch tolerant gegenüber Trockenheit und kann lange Perioden ohne Wasser überleben. E. purpurea ist in der Regel frosthart und kann in vielen Teilen der Welt angebaut werden, wenn die Bedingungen geeignet sind.

Ökologie:

Die Pflanze hat auch einen großen Wert für die die Natur, da sie eine wichtige Ressource und ein guter Nektar- und Pollenlieferant für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge ist. Sie ist auch eine beliebte Wahl für den Einsatz in Schmetterlingsgärten und anderen Landschaftsbauprojekten.

Traditionelle Anwendung:
E. purpurea hat eine lange Geschichte in der Verwendung der traditionellen Medizin bei verschiedenen indigenen Völkern Nordamerikas. Sie wurde gerne und häufig verwendet, um Erkältungen, Grippe, Infektionen der Harnwege und andere Gesundheitsprobleme zu behandeln. In der modernen Medizin hat sie eine zunehmende Anerkennung als pflanzliches Arzneimittel gefunden, insbesondere für die Unterstützung des Immunsystems.

Die indigenen Völker Nordamerikas haben E. purpurea seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet. Die Verwendung und die Indikationen variierten jedoch je nach Stamm und Region.

Zum Beispiel, die Great Plains Indianer verwendeten die Wurzeln von E. purpurea, um die Symptome von Erkältungen und Grippe zu behandeln, während die

 

Cherokee Indianer die Wurzeln verwendeten, um Wunden und Hautinfektionen zu behandeln. Die Osage Indianer verwendeten die Wurzeln, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern und die Potawatomi Indianer verwendeten sie, um Blasen- und Nierenerkrankungen zu behandeln.

Die Omaha- und Ponca-Indianer verwendeten E. purpurea zur Behandlung von Harnwegsinfektionen und die Kansa-Indianer verwendeten sie, um Schmerzen und Entzündungen im Bereich der Geburtskanäle zu lindern.

In der Regel wurde E. purpurea innerlich und äußerlich verwendet, und es wurde entweder in Form von Tee, Tinkturen oder als frische oder getrocknete Wurzeln verwendet.

 

Mythologie:
Es gibt eine Vielzahl von mythologischen Geschichten und Legenden, die sich um die Verwendung dieser Pflanze drehen. Einige dieser Geschichten und Legenden sind:
Die Cheyenne glaubten, dass E. purpurea die Kraft hatte, die Seele eines kranken Menschen zu heilen und zu stärken. Sie verwendeten die Wurzeln der Pflanze in Teeform, um die Seele zu stärken und die Wunden zu heilen
Die Omaha glaubten, dass E. purpurea die Macht hatte, die Seele eines Menschen zu reinigen und ihm neue Kräfte zu geben. Sie verwendeten die Wurzeln der Pflanze, um ihre Visionen und Träume zu stärken und ihre geistigen Fähigkeiten zu verbessern.
Die Sioux glaubten, dass E. purpurea die Macht hatte, die Seele eines Menschen zu heilen und zu stärken. Sie verwendeten die Wurzeln der Pflanze, um die Seele zu heilen und ihre geistigen Fähigkeiten zu verbessern.

Eine Geschichten über Echinaceae bei den Sioux:
Eine der Geschichten, die von den Sioux erzählt wird, besagt, dass ein junger Krieger, der an einer schweren Krankheit litt, von seinem Stamm verbannt wurde. Verzweifelt und ohne Hilfe, wandte er sich an die Geister um Hilfe. Ein geheimnisvoller alter Mann erschien ihm in einem Traum und teilte ihm mit, dass er in den Wäldern nach einer Pflanze suchen solle, die E. purpurea genannt wird. Der junge Krieger suchte nach dieser Pflanze und fand schließlich ihre Wurzeln. Er kochte sie und trank den Tee, der daraus entstand. Innerhalb von Tagen begann er, sich besser zu fühlen und seine Krankheit verschwand. Er kehrte zu seinem Stamm zurück und teilte seine Erfahrung mit den anderen. Seitdem wurde E. purpurea als Heilpflanze von den Sioux verwendet, um die Seele zu heilen und zu stärken.

In der moderne Anwendung auf das Immunsystem gegen Viren und Krebszellen:

Wenn man in der National Library of Medicine E. Purpurea eingibt bekommt man mit 1.424 Einträge schon ein große Studienlage über dieser Pflanze.
Einige der Inhaltsstoffe in E. purpurea sind für ihre antivirale-und antibakterielle Wirkungen bekannt. Es gibt einige der Studien, die die antivirale Wirkung von E. purpurea untersucht haben. In vitro-Studien haben z.B. gezeigt, dass E. purpurea-Extrakte die Replikation von verschiedenen Viren wie Herpes simplex-Virus, Influenza-Virus und Respiratory Syncytial-Virus (RSV) hemmen können. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich die Polysaccharide und Alkamide.
Alkamide können aber auch die Aktivität von neutrophilen Granulozyten und Lymphozyten erhöhen, was insgesamt zu einer verbesserten Immunreaktion führt. Auch die Produktion von Entzündungsmediatoren wie Prostaglandine und Leukotriene werden reduzieren, was wiederum zu einer entzündungshemmenden Wirkung beiträgt. Des weiteren wurde auch gezeigt, dass die Alkamide die Zellproliferation und die Zelldifferenzierung beeinflussen, was bedeutet, dass sie dazu beitragen die Anzahl und die Art der Immunzellen im Körper zu regulieren. Alle diese Eigenschaften führen zu einer besseren antikanzerogenen Wirkung bei da im Krebsgeschehen Entzündungen meist um die Tumorherde herum stattfindet.

Nicht so bekannte Anwendungen: Wie beschrieben wird E. purpurea hauptsächlich als Erkältungs- und Grippemittel verwendet, aber es gibt auch einige andere Anwendungen, die weniger bekannt sind, die von E. purpurea profitieren könnten. Einige dieser weniger bekannten Anwendungen sind:

Hautpflege: Studien haben gezeigt, dass E. purpurea-Extrakte die Hautfeuchtigkeit erhöhen und die Hautelastizität verbessern können. So verwenden Hersteller von Hautpflegeprodukten daher E. purpurea-Extrakte in ihren Produkten.

Immunmodulation bei HIV-Patienten: In einige anderen Studien konnte gezeigt werden, dass E. purpurea die Immunfunktion von HIV-Patienten verbessern kann.

Behandlung von allergischen Erkrankungen: Wiederum andere Studien zeigten, dass E. purpurea die Symptome von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen und allergischem Asthma lindern.

Behandlung von Harnwegsinfektionen: Auch könnte in Studien gezeigt werden, dass E. purpurea-Extrakte eine antimikrobielle Wirkung gegen Bakterien, die häufig Harnwegsinfektionen verursachen hat.

Inhaltsstoffe:
Die Wirkstoffe in E. purpurea werden hauptsächlich in den Wurzeln und Blüten gefunden. In Bezug auf die Chemie enthält E. purpurea eine Vielzahl von Verbindungen, die aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften untersucht wurden. Dazu gehören Alkamide, caffeoyl Derivate und Polysaccharide, die alle entzündungshemmende, immunstimulierende und antioxidantische Wirkungen aufweisen.

Echinacea purpurea enthält eine Vielzahl bioaktive Inhaltsstoffen mit vielen Wirkung:

Alkamide: Die Konzentration von Alkamiden in Echinacea purpurea variiert je nach Art, Teil der Pflanze und Erntemethode, aber Schätzungen liegen bei 0,5-2,5%. Sie kommen sowohl in der Wurzel als auch in den Blüten vor, werden für ihre immunmodulatorischen Eigenschaften verantwortlich gemacht und können das Immunsystem unterstützen und die Anfälligkeit für Infektionen reduzieren. Dies sind eine Gruppe von Naturstoffen, die für ihre immunmodulatorischen und entzündungshemmenden Eigenschaften verantwortlich sind wirken, indem sie die Aktivität von T-Zellen und Makrophagen erhöhen.

Alkamide und T-Helferzellen-Aktivierung:
Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Alkamide in E. purpurea die Aktivität von T-Helferzellen beeinflussen und diese erhöhen können. Was wiederum zu einer verbesserten Immunreaktion führt. Es gibt auch Studien, die zeigen, dass die Alkamide die Produktion von Interleukin-2 (IL-2), einem wichtigen Signalmolekül für die T-Helferzellen-Aktivierung, erhöhen können. T-Helferzellen (CD4+ Zellen) sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Regulation der Immunreaktionen spielen.
Im Fachjournal «Virology Journal» wurde am 09.09.2020 eine Studie veröffentlich,, wonach das E.purpurea als Echinaforce®, Coronaviren in-vitro, also in Petrischalen, über die Beeinflussung von Interferon abtötet kann. Weitere Untersuchungen fehlen leider.

Möglicherweise sind für die immunmodulierenden Eigenschaften in Echinacea auch weitere bioaktive Substanzen wie beispielsweise Alkylamide verantwortlich. Diese auch als Protoalkaloid oder Pseudoalkaloid bezeichneten Komponenten ähneln strukturell Endocannabinoiden und weisen eine hohe Bioverfügbarkeit auf.

Polysaccharide: Die Konzentration von Polysacchariden in E. purpurea variiert je nach Art, Teil der Pflanze und Erntemethode, Schätzungen liegen bei 1-3%.
Diese langen Ketten von Zuckerverbindungen, die in allen Teilen der Pflanze vorkommen, haben immunstimulierende Eigenschaften und können die Aktivität von Immunzellen wie Makrophagen und Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) erhöhen, das Immunsystem unterstützen und die Anfälligkeit für Infektionen reduzieren.
Sie werden hauptsächlich für ihre immunstimulierenden Eigenschaften verantwortlich gemacht. Sie beeinflussen das Immunsystem, indem sie die Aktivität von Immunzellen, insbesondere von Makrophagen und Lymphozyten, erhöhen. Dadurch kann die Produktion von Entzündungsmediatoren, wie Interferon und Interleukin, gesteigert werden. Dies führt dann zu einer verbesserten Immunreaktion und einer höheren Abwehr gegen Infektionen. Durch die Stimulation und höhere Aktivität von natürlichen Killer Zellen, kommt es auch zu einer Bekämpfung von Tumorzellen und Viren da die NK-Zellen sich auf Infektionserreger und entartete Zellen spezialisiert haben.

Echinacein: Schätzungen der Menge liegen bei 0,1-0,3%. Es ist ein Sesquiterpenlacton aus der Gruppe der Flavonoide, das für die rote Farbe und seine antimikrobielle Aktivität bekannt ist. Es wurde gezeigt, dass es eine Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren hat.

Phenolsäuren: Schätzungen liegen bei 1-2%. Diese organischen Säuren haben antioxidantische und entzündungshemmende Eigenschaften und können auch eine antimikrobielle Wirkung haben.

Cichoric acid: Schätzungen liegen bei 1-3%. Ein natürlicher Phenol, der für seine entzündungshemmenden und antioxidantischen Eigenschaften bekannt ist. Cichoric acid ist vor allem in den Blüten und Blättern von Echinacea purpurea enthalten, während es in den Wurzeln in geringeren Konzentrationen vorkommt.

Kaffeesäure: Eine Verbindung, die für ihre antientzündliche Wirkung bekannt ist.

Caffeoyl-Derivate: Insbesondere Chlorogensäure und Echinacosid, haben entzündungshemmende und antioxidantische Eigenschaften und können dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen zu reduzieren.

Farbstoffe: Extrakte zeigen hohe Konzentrationen an Flavonoiden, wie Quercetin, Kaempferol, und Isorhamnetin.

E. purpurea enthält auch eine Reihe weiterer wichtigere natürlichen Farbstoffen, die für die Farbe und der Wirkung der Pflanze verantwortlich sind. Einige der bekannten Farbstoffe sind:

Cichoriin: Ein Flavonoid, das für die blaue Farbe der Pflanze verantwortlich ist. Es wurde auch gezeigt, dass Cichoriin entzündungshemmende, antioxidantische und antivirale Eigenschaften hat.

Kaffeesäure: Eine Verbindung, die für die braune Farbe der Wurzeln verantwortlich ist.

Phenolsäuren: Diese organischen Säuren haben auch eine Rolle bei der Farbgebung der Pflanze.

Rutoside: Echinacea purpurea enthält auch Rutoside, auch bekannt als Rutin, welches ein Flavonoidglycosid ist. Es es wurde gezeigt das es entzündungshemmende, antioxidantische und antivirale Eigenschaften hat. Es wirkt auch als Vasodilatator und hat eine antithrombotische Wirkung.

Quellangaben: Fotos by George Brasch

Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938, was written by Dr. Med. Gerhard Madaus.

„Echinacea: The genus Echinacea“ von S. Foster und V. E. Tyler – Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über die botanischen, chemischen und medizinischen Aspekte von Echinacea-Arten, einschließlich Echinacea purpurea, und enthält auch Informationen über die traditionelle Verwendung durch indigene Völker Nordamerikas.

„Native American Ethnobotany“ von D. E. Moerman – Dieses Buch enthält eine umfassende Liste der Pflanzen, die von indigenen Völkern Nordamerikas verwendet wurden, einschließlich Echinacea purpurea, sowie Informationen über die traditionellen Verwendungen und Anwendungen.

„The Earth’s Blanket: Traditional Teachings for Sustainable Living“ von N. B. Gonzalez – Dieses Buch enthält Informationen über traditionelle Praktiken und Weisheiten der indigenen Völker Nordamerik

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die die Wirkung von Echinacea purpurea auf Krebszellen untersucht haben. Einige dieser Studien sind:
„Echinacea purpurea extract induces apoptosis and cell cycle arrest in human breast cancer cells“ von Baliga et al., (2013) publiziert in der „European Journal of Cancer Prevention“

„Echinacea purpurea extract inhibits lung cancer cell growth and induces apoptosis through modulation of the PI3K/Akt signaling pathway“ von Ye et al., (2015) publiziert in der „Oncology Reports“

„Echinacea purpurea extract induces apoptosis and inhibits growth of human prostate cancer cells“ von Liu et al., (2015) publiziert in der „Phytotherapy Research“

„Echinacea purpurea extract induces apoptosis in human acute myeloid leukemia cells“ von Kim et al., (2015) publiziert in der „Phytotherapy Research

Cristina Burlou-Nagy et al.: Echinacea purpurea (L.) Moench: Biological and Pharmacological Properties. A Review. In: Plants (Basel, Switzerland). Band 11, Nr. 9, 5. Mai 2022, S. 1244, doi:10.3390/plants11091244, PMID 35567246, PMC 9102300

Antonio Evidente, Marco Masi: Natural Bioactive Cinnamoyltyramine Alkylamides and Co-Metabolites. In: Biomolecules. Band 11, Nr. 12, 25. November 2021, S. 1765, doi:10.3390/biom11121765, PMID 34944409, PMC 8698393

 

Psilocybin als Trip auf Rezept?

07.01.2023 17:48 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

George Brasch, Heilpraktiker, Pflanzen, Pflanzenausbildung,

 

Gibt es bald Psilocybin als Trip gegen Depression, Zwangsneurosen und Angstzustände auf Rezept?

Spitzkegliger Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), Heilpraktiker, George Brasch, George´s Pflanzenwelt

Viele Pflanzen sowie Pilze und deren Inhaltsstoffe sind als Psychopharmaka im Zuge der aufsteigenden Pharmakonzerne in den 60er Jahren aus Anwendung und Forschung schnell wieder verschwunden. Über 50 Jahre war zum Beispiel die Forschung an Psychodelika in der westlichen Welt verboten. Nun ist ein neuer Hype über LSD und den Psilocybin, ein halluzinogenes Indolalkaloid aus der Gruppe der Tryptamine, hereingebrochen. Und jetzt steht Psilocybin als synthetische psychopharmakologische Substanz wieder im Mittelpunkt der Forschung. Über 30% aller psychischen Erkrankungen sprechen nicht auf Psychopharmaka an. Hier möchte ich nur noch mal das pflanzliche Antidepressivum Kava Kava/Cava Cava (Piper methysticum) in Erinnerung bringen, dem im Jahr 2002 die Zulassung gestrichen wurde und es seitdem in Deutschland nicht mehr in den Verkauf gebracht werden darf. Es fällt aber nicht unter den Betäubungsmittelgesetz. Meiner Meinung nach ist es eines der besten pflanzlichen Antidepressiva das ich kenne und gerade in den letzten zwei Jahren konnten durch meine Empfehlung viele Patienten davon profitieren. Ich verwende es auch selber gerne mal wenn starker emotionaler Stress bevorsteht oder ich mich gerade in solch einen Prozess befinde. Leider sind die Bestellmöglichkeiten nicht so einfach. Noch schwieriger wird es bei der indischen Schlangenwurz (Rauwolfia serpentina), auf indisch auch Sarpagandha genannt, eine Pflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Von dieser Wurzel hat Gandhi, nach täglichen Verhandlungen mit den Engländern zur Unabhängigkeit Indiens, immer eine Tasse getrunken um seinen Geist wieder zur Ruhe zu bringen.

Als Reserpin aus der Pflanze Rauwolfia in den 60er Jahren Eingang in die westliche Medizin fand wurde es zu einem jener Arzneistoffe, mit denen die Ära der modernen Psychopharmakologie begann. Zuerst in der Psychiatrie als Neuroleptikum bei Schizophrenie eingesetzt, erlangte es insbesondere als Mittel gegen Bluthochdruck große Bedeutung. Dann hat es aber, wie auch THC, LSD und Psilocybin, mit dem Aufkommen der modernen Pharmakologie wieder schnell an Bedeutung verloren. Heute kennt es noch kaum ein Mediziner oder Pharmakologe als Mittel bei psychischen Erkrankungen. Dabei wurde es in der traditionellen indischen Medizin genau bei diesen Indikationen schon lange vorher verwendet. Bei emotionellen Stress und zur Beruhigung des Geistes, wie es auch Gandhi einsetzte, hat es fast eine sofortige Wirkung durch Entkrampfung der Muskulatur, Verbesserung der Einschlaf-und Durchschlafzeit und einer Beruhigung des unkontrollierten Gedankenflusses und das innerhalb von 1-2 Stunden. Von dieser Pflanze reichen dann auch schon 2-3 kleine Wurzelstücke aus die man in 200ml Wasser im zugedeckten Topf 40min lang köcheln lässt.

 

Das Psilocybin hat eine enge Verwandtschaft zu unseren körpereigenen Serotonin und dockt deshalb auch sehr gut an den Serotoninrezeptoren an. Weltweit sind bis jetzt ungefähr 200 Pilze bekannt die bewusstseinsverändernde Inhaltsstoffe und Wirkung haben. Der bekannteste heimische psilocybinhaltige Pilz ist der Spitzkeglige Kahlkopf (Psilocybe semilanceata) aus der Familie der Kahlköpfe. Von den weltweit 144 Arten wirken etwa 80 halluzinogen. Weitere psilocybinhaltige Pilze finden wir in der Familie der Psilocybin, George Brasch, Heilpraktiker, Pflanzenheilkunde, Pilze, Pilzheilkunde, HeilpflanzenausbildungDüngerlinge. Fast  alle Pilze der Gattung der Düngerlinge enthalten Serotonin, Harnstoff und Tryptophan. Und einige Arten enthalten zusätzlichGeorge Brasch, Pflanzenheilkunde, Heilpflanzen, Phytotherapie, Heilpflanzenausbildung, George´s Pflanzenwelt Substanzen wie Indolalkaloide aus der Gruppe Psilocybin und Psilocin die psychoaktiv wirksam sind. Der weltweit bekannteste Vertreter der Psilocybinpilze, mit Ursprung aus Mittelamerika-Mexico, ist der Kubanische Kahlkopf (Psilocybe cubensis). Als Kulturfolger der Viehzucht hat sich diese Art überall dort verbreitet, wo Rinderwirtschaft betrieben wird und wurde von den dortigen Schamanen häufig eingesetzt. Er ist der typische psychedelische Zuchtpilz, mit bis zu 1% Psilocybin und schwankenden Gehalt an Psilobin, der schon nach 3-4 Wochen Anzucht Fruchtkörper bildet.

George Brasch, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt

Kubanische Kahlkopf (Psilocybe cubensis)

                                                                                                                                                      Azurblauverfärbende Kahlkopf, Psilocybe azurescens, George Brasch, Heilpraktiker, George´s PflanzenweltEine der potentesten Arten der Psilocybinfamilie, mit bis zu 1,8% Psilosybin auf der Trockenmasse gerechnet, ist der Azurblaufärbende Kahlkopf (Psilocybe azurescens) der ursprünglich in den USA entdeckt wurde aber hier durch den Freilandanbau auch in Deutschland durchaus vorkommt. Er liebt sandigen Boden wo viel verrottetes Holz von Laubbäumen liegt wie zum Beispiel in Küstennähe.

 

 

 

 

Der Naturstoff ist immer noch die beste Ausgangssubstanz.  Die Forschung schlägt mal wieder, wie so oft, den falschen Weg ein indem sie ein synthetisches Psilocybin anstatt die natürliche Substanz zur Forschung und als Medikament verwendet. Warum kann das Probleme bereiten? Unser Körper ist mit Naturstoffen aufgewachsen, er hat sogar viele Stoffe aus Pflanzen-und Pilz verinnerlicht. Pilze gibt es nach neusten Fossilfunden aus dem Kongo, wohl schon seit 715-810 Mio. Jahren, so die Datierung der versteinerten Überreste des gefundenen Myzels (1). Der Mensch in seiner Urform als Homo erectus exestiert aber erst seit ca. 2 Mio. Jahre. Naturstoffe wie Vitamin D, Serotonin, Melatonin, Dopamin, Acetylcholin u.v.a. waren schon lange in Bakterien, Pilze und Pflanzen vorhanden,  lange bevor wir auf diesen Planeten erschienen sind. Vitamin D, um nur eines zu nennen, scheint eines der ältesten Hormone zu sein das schon Bakterien vor 1 Mrd. Jahre gebildet haben.

Unser Organismus ist nur dadurch in der Lage diese genanten Stoffe so gut abzubauen, weil wir sie uns immer noch durch Nahrungsmittel täglich zuführen und sie auch als Botenstoffe und Neurotransmitter selber synthetisieren. Millionen von Jahre der Evolution können nicht spurlos an uns vorüberziehen wenn wir diesen Stoffen so lange ausgesetzt waren.  Warum haben wir zum Beispiel ein eigenes endogenes Cannabinoid-System zur Schmerzregulation wo die Pflanzenstoffe auch hervorragend andocken können?

Darum kann man sagen das unser Organismus auch gut in der Lage ist viele verschiedene Pilz-und Pflanzenstoffe, nicht alle aber den überwiegenden Teil, gut zu verstoffwechseln und abzubauen. Wenn man so z.B.  überlegt das die Arzneipflanze Mistel nach heutigen Untersuchungen so um die 1600 verschiedene Inhaltsstoffe hat und wir locker in der Lage sind alle gut zu entsorgen, ist das schon bewundernswert zu sehen was unser Körper da so leistet. Auch bei den Pilzen sieht es nicht anders aus. In Europa sind von den etwa 5000 Großpilzen etwa 150 Pilzarten als giftig bekannt. Davon sind aber nur wenige Arten tatsächlich lebensgefährlich giftig. Dagegen haben wir große Schwierigkeiten ein synthetisches Monopräparat der Pharmazie, also mit einen Wirkstoff wie das einfache Schmerzmittel Diclofenac, ohne bleibende Schäden an der Leber zu elemenieren. Und diese Nebenwirkungen sehen wir durch einen großen Teil der Pharmazeutischen Produkte. Nach Angaben der Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer sterben jährlich rund 8000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Arzneimittelnebenwirkungen, 50000 bis 100000 erkranken schwer (2). Es gibt aber auch andere Quellen die von 20.000 bis 50.000 die an Arzneimittelnebenwirkungen sterben. In Deutschland kosten Medikationsfehler jährlich eine Milliarde Euro und direkt oder indirekt 16.000 bis 58.000 Menschenleben (3)

Arzneimittel werden zum Teil aus Erdöl hergestellt

Wenn wir unseren Körper langfristig nicht schaden wollen müssen wir  davon abkommen synthetische Stoffe, die zum Teil ja auch aus Erdöl hergestellt werden, als Ausgangssubstanzen für Arzneimittel zu verwenden außer sie sind wirklich zu 100% unbedenklich oder kommen in der Notfallmedizin zum Einsatz. Der Trick den die Pharmakologie einsetzt um Erdöl als Ausgansstoff für Medikamente zu benutzen ist relativ simpel: die langen Kohlenstoffketten des Erdöls werden zuerst in unterschiedliche kürzere Fragmente zerlegt. Abgesehen haben es die Wissenschaftler vor allem auf einen universalen Rohstoff der Pharmazie – die so genannten Amine. Technisch werden die stickstoffhaltigen Verbindungen als Vorprodukte für Pharmazeutika und Agrochemikalien genutzt. Und das solche Produkte rein gar nichts mehr mit Natur zu tun haben sollte jeden klar sein. Darum fällt es ja unseren Körper so schwer die meisten Medikamente  zu verstoffwechseln ohne die Leber oder Niere bei der Ausscheidung zu schädigen.

Da in Deutschland pro Jahr etwa 90 Tonnen des Wirkstoffes Diclofenac verbraucht werden, gelangen auf diesem Weg etwa 63 Tonnen über die Kläranlagen, wo Diclofenac nur zum Teil abgebaut wird, in die Oberflächengewässer und damit in den Wasserkreislauf zurück. Na dann mal prosit mit ein Gläschen Gänsewein. (Wiki)

2018 zeigte eine Kohortenstudie aus Dänemark bei Diclofenac das die Inzidenzrate der wichtigsten unerwünschten kardiovaskulären Ereignisse nach 30 Tagen Diclofenac um 50 % stieg. Das erhöhte Risiko wurde für Vorhofflimmern oder Flattern, ischämischen Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt und Herztod beobachtet, bei beide Geschlechter jeden Alters und sogar bei niedrigen Dosen von Diclofenac. Weiterhin können Störungen bei der Blutbildung, eine starke Erhöhung der Leberwerten und die Funktion der Nieren beeinträchtigt werden. (Wiki)

 

Der Leberstoffwechsel mit seiner Entgiftung ist das A und O und braucht Schwefel

Zur Entgiftung spielt ein besonderer Stoff in unseren Körper, das Glutathion (GSH) ein Schwefel gebundenes Tripeptid, das aus den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird, eine wichtige Rolle in Phase II der Biotransformation schädlicher Stoffe. Zusätzlich zum GSH wird noch das Enzym Glutathiontransferase benötigt welches wiederum als Co-Faktor genügend Selen braucht.  Selnemangel ist in Deutschland ein großes Problem da unsere Böden Selenarm sind und die tägliche Zufuhr über die normale Ernährung nicht ausreichend ist. Jeder sollte einfach mal für 20-30€ investieren uns sein Selnenspiegel aus den Vollblut checken lassen. Eine noch bessere und wichtigere körpereigene Verbindung zur Entgiftung ist die alpha-Thioctsäure auch alpha-Liponsäure genannt. Sie enthält sogar zwei Schwefelatome und ist so in der Lage Entgiftung im wässrigen aber auch im fettigen Milieu zu bewerkstelligen. Darum setzt man diesen Stoff auch gerne zur Entgiftung im Nervenbereich ein z.B. bei Polyneuropatien oder bei Chemo-und Schwermetallvergiftungen, da die Nerven bekanntermaßen hohe Anteile von Fetten wie Lecithin zum Schutz ihrer Leitfähigkeit brauchen. Zusätzlich regeneriert die alpha- Liponsäure, selber als starker Radikalfänger und starkes Antioxidans, verbrauchte Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10 oder Glutathion und stellt diese den Körper für neue Aufgaben wieder zur Verfügung.

 

Eines der wenigen zugelassenen rein pflanzlichen Medikament in Deutschland

Hier mal ein Vergleich: Das einzige zugelassene naturheilkundliche Medikament in Deutschland, aus dem Johanneskraut (Hypericum perforatum) das von GKV ohne murren bezahlt wird, das muss man sich auch erst mal auf der Zunge zergehen lassen, ist Laif 900® und wird bei leichter bis mittelschweren und saisonaler Depression erstattet, was aber die wenigsten Ärzte von alleine machen und ich meine Patienten immer erst darauf hinweisen muss. Nach § 34 Abs. 1 SGB V sind nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nur ausnahmsweise durch die GKV erstattungsfähig.

George Brasch, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt, Heilpflanzen, Johanneskraut

Johanneskraut (Hypericum perforatum)

Laif900® ist ein Extrakt der ganzen Pflanze mit sehr hohen Anteil an Hypericin. Die Nebenwirkungen (NW) bei diesen Mittel können laut Beipackzettel sein:“ Selten können allergische Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder Unruhe auftreten. Personen – durch erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber intensiver UV-Bestrahlung (Sonnenbäder, Solarium Höhensonne,) zu Missempfindungen (Brennen, Kribbeln, Schmerz- und Kälteempfind-lichkeit,) und Rötung der bestrahlten Hautareale kommen (Photosensibilisierung). Unter Umständen kann sich der Urin intensiver gelb färben. Dies ist auf den natürlichen Farbstoff Riboflavin (Vitamin B2) der Tablettenhülle zurück-zuführen und somit unbedenklich.“ Punkt mehr gibt der Beipackzettel nicht an. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich da Johanneskraut den Abbau von anderen Wirkstoffen in der Leber beschleunigt und es so zu einer verringerten Wirkung von Arzneimittel kommen kann wie z.B. der Antibabypille. Denn was viele nicht wissen, Johanneskraut ist nicht nur eine Nervenpflanze, die Arnika der Nerven, sondern auch sehr gut Wirksam zur Verbesserung des Leberstoffwechsels und zusätzlich hat sie ein hohes antivirales Potential.

Dagegen die  Liste der NW von einen der meistverwendetsten Antidepressiva aus der Gruppe der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), mit dem Wirkstoff Citolopram, laut Arzneiverordnungsreport 2012 im Jahre 2011 mit 388,7 Mio. Tagesdosen verordnet, ist so lang das ich hier dafür mehrere Seiten bräuchte um sie aufzulisten. Diese gehen von Husten, Fieber, Blutungen bis hin zu seltenen NW wie Panikattacken, Sehstörungen, Ausfluss aus der Brustdrüse, schmerzhafte Erektion, Leberentzündungen, Veränderungen des EKG, Knochenbrüche bis hin zu Suizdgedanken. Ich kann nur empfehlen das man alle anderen Möglichkeiten ausschöpft bevor man sich entschließt auf Psychopharmaka zurückgreifen.

 

Fast jeder hat ein Antidepressivum und Halluzinogen in der Küche

Übrigens, die meisten von euch haben ein Psychedelika das Halluzinationen auslösen kann bei sich in der Küche, das nie verboten wurde und auch nicht untern den Beteubungsmittelgesetz fällt..Die berauschende Wirkung des Küchengewürz Muskatnuss (Myristica fragans) beruht auf den Inhaltsstoff Myristicin das halluzinogen wirkt. Als Monoaminooxidase-Hemmer (MAO) wirkt es aber anders als Psylosibin und LSD. MAO-Hemmer werden übrigens in der Pharmakologie auch als Antidepressiva eingesetzt. Na dann doch lieber Hildegard Kekse aber bitte nicht zu viele davon.

 

 

Hier mal eine Tinktur Rezeptur bei Panik-und Angstzuständen, deperssiver Verstimmung, saisonaler Depression oder unerwünschte emotionaler Erregung:

 

Rezeptur für eine Tinktur mit 50-70% Alkohol mindestens 4 Wochen ziehen lassen.

Notoginseng Wurzel 20g

Rosenwurz 20g

Passionsblumemkraut 15g

Cava Cava 10g

Johanneskraut 10g

Brahmikraut 10g

Vanille 5g

Zimt 10g

Safran 5g

Muskatnuss 5g

Dosierung 3 mal täglich 25 Tropfen

Das Kleine Fettblatt (Bacopa monnieri) besser bekannt als ayurvedische Pflanze mit den Namen Brahmi bekommt man in Onlineshops zu kaufen.

Brahmi, Baccopa, George Brasch, Heilpraktiker, Pflanzenheilunde, George´s Pflanzenwelt,Von allen anderen Anwendungen zu Rauschzewcken würde ich von der Muskatnuss aber abraten da der Wirkungsbereich sehr nah an einer toxischen Vergiftung liegt. Dazu kommt noch das Muskatnuss 6-10h nach Einnahme eine starke Entkrampfung und hier besonders auf die Gefäße ausübt was sogar bei zu vielen Hildegard Plätzchen am nächsten Tag zu Schwindel, Kopfschmerzen und sogar zur Ohnmacht führen kann. Bei einer richtigen Dosierung der Kekse kann man auch einen guten Lach-Flash bekommen wie man ihn unter der Einnahme von Cannabis kennt. Alles schon bei Freunden und mir selber erlebt.  Darum hat es bis heute die Muskatnuss als Halluzinogen nicht geschafft eine hohe Popularität zu erlangen, was sich aber gerade durch die neunen Sozial Medien wie TikTok zu verändern scheint. Dort tauchen immer wieder Clips auf wo junge Menschen eine „Nutmeg Challenge“ mit hohen Konsum von Muskatnuss betreiben. Leider auch mit tödlichen Ausgang. Denn schon 3-4 ganze Muskatnüsse (9-24g), je nach Größe und Gewicht, gelten für Erwachsene als tödlich für Kinder natürlich dem Alter entsprechend schon 1-2 Stück. Nutmeg ist der englische Name für Muskatnuss.

Hier noch eine tolle Doku von ARTE über Drogen und besonders den Psilocybinhaltigen Pilzen: https://www.arte.tv/de/videos/092120-000-A/heilende-drogen/

 

 

 

(1) https://www.laborpraxis.vogel.de/fossil-schreibt-evolutionsgeschichte-der-pilze-um-a-898940/

(2) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/1998/daz-17-1998/uid-3172

(3) https://www.apotheken.de/news/10169-todesursache-medikationsfehler

Inhaltsstoffe und weitere Infos der verschiedenen Psilocybinhaltigen Pilze aus dem Buch „Heiledne Pilze“ von Jürgen Guthmann

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin 25.2.2023

13.11.2022 7:43 von

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

Kräuterjahreskurs 11

25.+26 Februar 2023

10 Wochenenden, 120h

 

25+26. Februar

25+26. März

22+23. April

20+21. Mai

17+18. Juni Sommersonnenwende

02+03.9.23

30.9+1.10.23

28+29.10.23

25+26.11.23

10W 09+10.12.23 Abschluß

 

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

998€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

Vitamin D – Das Sonnenhormon, Online-Seminar 25.11.2022

29.09.2022 20:34 von

Natürlich gesund durch Vitamin D !!!“

4Vit D 22.09.13In diesem Zoom Vortrag werde ich euch in vier Stunden eine Einführung sowie Anleitung der richtigen Verwendung von Vitamin D3 geben. Ihr könnt Fragen stellen und euer Wissen zum Schutz oder Therapie bei Krankheiten vertiefen.

Schon die Überschrift zeigt: Hier geht es nicht um ein Vitamin sondern um ein Hormon, genauer gesagt um eine Hormonvorstufe (Cholecalciferol). Eine Hormonvorstufe, welche durch Sonne gebildet oder durch einige wenige Nahrungsmittel wie Lebertran zugeführt werden kann. Oberhalb des 38 Breitengrades (in Höhe von Sizilien) reicht die Sonne von Oktober bis März nicht aus um Vitamin D über die Haut zu bilden. Nur in den Sommermonaten findet durch Sonnenexposition die Umwandlung in der Haut statt. An diesem Umwandlungsprozess sind viele Stoffwechselsysteme beteiligt. Heute weiss man, dass Vit. D nicht nur in der Niere aktiviert werden kann, sondern unter bestimmten Umständen auch direkt in den Zellen.

Die Aufgaben von Cholecalciferol (25-OH-Vitamin-D), so heißt die Hormonvorstufe, sind in unserem Organismus sehr vielfältig, da es fast an allen Zellen anbinden kann, das zeigen neueste Untersuchungen. Wo man noch vor 20 Jahre glaubte, es würde ausreichen eine niedrige tägliche Dosis zu sich zu nehmen um Rachitis, Osteoporose und Knochenproblemen vorzubeugen, weiss man heute, dass Vitamin D bei vielen chronischen Erkrankungen bis hin zur Entstehung von Zellmutationen eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Experten sind da ganz klar in ihrer Aussage. Hier mehr dazu:„Vitamin D ein wichtiger Schutzfaktor.“

Gerade unsere neuzeitliche Lebensweise fördert einen Mangel an Vit. D. Tagsüber halten wir uns häufig in geschlossenen Räumen auf, z.B. im Büro, aber auch Schulkinder und Jugendliche halten sich einen Großteil des Tages drinnen auf. All das führte dazu, dass der Mangel an Vitamin D heutzutage extreme Ausmaße angenommen hat.

Bei jungen Menschen ist die richtige Versorgung eine besondere Herausforderung, da viele Jugendliche nicht mehr wie früher ihre Zeit in der Natur und damit an der Sonne verbringen. Das Kinderzimmer und vor allem der Computer hat ab einer bestimmten Altersgruppe das Spielen in freier Natur abgelöst. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden darum auch bei 11- bis 13-jährigen Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen, also ausgerechnet in einer für Wachstum und Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase.

4Vit D 22.09.13 IIBei älteren Menschen ist die Lage teils noch dramatischer. Hier kommt es durch Sonnenmangel und Verlangsamung der Stoffwechselprozesse zu starken Mangelerscheinungen die speziell die Mineralisierung der Knochen betrifft.

Eine Studie bei 200 älteren Pflegeheimbewohnern in Deutschland in den Jahren 2007/2008 ergab bei 68,3% einen erheblichen Cholecalciferol Mangel mit Werten weniger als 10 ng/mL. (Ärzteblatt)

Das ist ein drastischer Mangel der bei älteren Menschen lebenbedrohlich sein kann, denn auch das Sturz- und Frakturrisiko kann sich nach vorliegenden Metaanalysen aus dem Jahr 2009 durch einen Vitamin-D-Mangel erhöhen.

Die Schwangerschaft ist ein weiterer Bereich bei dem unbedingt ein guter Vitamin D Level vorhanden sein sollte. Gerade in dieser Lebensphase weisen Frauen oft einen viel zu niedrigen Spiegel auf was zu ernsthaften Komplikationen führen kann. So erhöht ein Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft nicht nur das Risiko zu Präeklampsie und Kaiserschnittgeburt (viermal erhöhtes Risiko) und den Babyblues nach der Geburt, sondern es werden auch Autismus und Autoimmunerkrankungen mit einem Mangel in der Schwangerschaft in Verbindung gebracht. Auch bei Krämpfen der Babys sollte man immer an Vitamin D Mangel denken.

Das Immunsystem ist ein weiterer wichtiger Punkt.262_001
Wie Wissenschaftler festgestellt haben gibt es bestimmte Autoimmun-erkrankungen bei denen Vitamin D eine besondere Rolle spielt. Hierzu gehört die Multiple Sklerose (kurz MS). Nach Untersuchungen in verschieden Regionen konnte festgestellt werden, dass Länder in denen oft die Sonne scheint die Erkrankungshäufigkeit sehr gering ist und so kommt in Äquatornähe diese Krankheit kaum vor. Auch bei der Reifung von bestimmten Immunzellen spielt Vitamin D durch Stimulation eine entscheidende Rolle.

Des weiteren beeinträchtigt ein Mangel an Vitamin D den Fettstoffwechsel, erhöht das Risiko an Arteriosklerose und Bluthochdruck und im fortgeschrittenen Alter an Demenz und Parkinson zu erkranken. Man weiss mittlerweile auch, dass es zum allgemeinen Wohlbefinden, einer deutlichen Verbesserung der Stimmungslage beiträgt, sowie durch Beeinflussung des Serotoninstoffwechsels ein gesundes Schlafverhalten fördert.

Der Bedarf ist besonders in Stresssituationen, Krankheit, Medikamenteneinnahme, bei älteren Menschen, Schwangerschaft und Stillzeit um ein Vielfaches erhöht.

 

 

In meinen Seminar werde ich ihnen einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge, Pathologie und Therapie der Hypovitaminose D geben.

Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis und aktueller Erkenntnisse aus der weltweiten Vitamin-D-Forschung werden wir sehen, bei welcher Menschengruppe und Erkrankungen man besonders auf den Vitamin-D-Spiegel achten sollte, welche Laborwerte wir brauchen, wie hoch der tägliche Bedarf ist und welche Dosierung in der Therapie wirklich Sinn macht.

Dieses Seminar richtet sich an alle um ihr Wissen über Vitamin D zu vertiefen.

 

Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich.

Termin:

Freitag 25.11.2022

Von 18-21:00 Uhr

Ort:

Zoom

Zugang nach Anmeldung und Überweisung kurz vorher

Kosten:

Seminargebühr 55€

Ermäßigung: 45€

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch(at)web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Herbst Pflanzen+Pilzwanderung Biesenthal 30.10.2022

29.09.2022 20:10 von

 

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DSC_4027-11Der Herbst ist eingeläutet und für mich gibt es zu dieser Jahreszeit keine schönere Wanderung, als durch das Biesenthaler Fließ. Darum möchte ich euch herzlich einladen mit mir die bunte Pracht des Herbstes und der Buchenwälder zu genießen und eure Seele so richtig baumeln zu lassen.

Das 990 Hektar große Gebiet des Biesenthaler Beckens ist Teil des Naturparks Barnim. Die ca. 4-5 Stunden Fußweg durch dieses wunderschöne Feuchtgebiet geben besonders im Herbst einen atemberaubenden Anblick und machen diese Wanderung zu einen überaus eindrucksvollen Erlebnis. Die herliche naturbelassene Landschaft wurde in der Weichsel-Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren vom Toteis geformt.

Wir beginnen unsere Wanderung  am Biesenthal Borse Hypothyreose4 (1 von 1)Marktplatz und gehen Entlang des Hellfließ, der sich durch eine ausgeprägte schöne Schlucht aus der Eiszeit schlängelt. In diesem wild romantischen von Buchen gesäumte Tal, das von den Biesenthalern liebevoll „Biesenthaler Schweiz“ genannt
wird kann man wenn man Glück hat, auch Eisvögel sehen, die hier ihre Bruthöhlen haben.Steubling (1 von 1)-4

Dieser Fließ führt dann zum Hellsee und zur Hellmühle. Der Hellsee ist ein typisches Beispiel für einen Rinnensee an denen alte Buchen und einzelne Kiefern Wachsen. Nun geht es am See entlang, anfangs direkt am Ufer, später etwas entfernt davon. In dieser Jahreszeit bietSteubling (1 von 1)-9et sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf den See und das andere Ufer. So geht es dann weiter vorbei an einer alten Eiche (ca. 200 Jahre und Naturdenkmal), die schon stark ausgehöhlt ist und nur noch in der Krone einige lebensfähige Äste aufweist. Steubling (1 von 1)-16Am Weg haben Waldameisen ihre Nesthügel in den Hang gegraben. Nach ca. 2 km verläuft der Weg durch ein Feuchtgebiet hinauf zur Biesenthaler Straße wo wir dann den Bus zurück nach Bernau nehmen. Natürlich machen wir bei guten Wetter ein schönes Picknick unter den Buchen direkt am See. Nebenbei werde ich euch natürlich noch ein paar Pflänzchen, Bäume und Pilze mit ihren Heilwirkungen zeigen.

Steubling (1 von 1)-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Judasohr, George Brasch, PilzeFür Pilzfreunde gibt es zu dieser Jahreszeit und auf dieser Strecke auch einiges zu sehen. Neben den Flaschenbovist, Parasol und Pfifferling kann man auch schon mal den Zunderschwamm, die Krause Glucke, einen Birkenporling oder einen leckeren Schwefelporling finden.

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der Anmeldung gibt es weiter infos.

Kosten: 35

Treffpunkt:  S-Bahnhof Gesundbrunnen  UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. Bis nach Biesenthal muss man dann noch mal im Bus nachlösen.DSC_3852-4

Uhrzeit: 9:30-17:30 Uhr Gesundbrunnen

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel).

Kontakt: Tel.: 030-215 50 68 oder hpbrasch(at)web.de

Steubling (1 von 1)Steubling (1 von 1)-11Borse Hypothyreose4 (1 von 4)

 

 

Die Kraft der Erdelemente – Wurzelseminar 22.10.+6.11.22. Gut geeignet für Kinder

29.09.2022 19:58 von

George Brasch, Wurzel

Ich möchte Euch für den Herbstanfang ein besonderes Seminar anbieten.

Damit wir auch den unter der Erde liegenden Pflanzenteil kennen lernen gehen wir graben! Von vielen Pflanzen wissen wir gar nicht wie sie unter der Erde aussehen, wofür man sie gebrauchen kann und was für eine Heilwirkung sie haben. Der unsichtbare Teil der bekannten Heilpflanzen ist uns meistens nicht so geläufig und wer macht sich schon die Mühe eine Große Klette oder Tragant auszugraben?
Der Vogelknöterich z.B. kann auf sandigem Boden eine 1m tiefe Wurzel ausbilden genauso wie die Ackerwinde die man früher als Abführmittel verwendete. Andere Wurzeln haben viel ätherisches Öl wie die Nelkenwurz oder werden als Delikatesse in der Küche George Brasch, Lobetalverwendet wie z.B. die Große Klette. Viele der Wurzeln speichern Glukose und Stärke wie der Rohrkolben, darum eignen sie sich gut als Nahrungsmittel.

George Brasch, Sauerampfer

George Brasch, Sumpf StorchschnabelPflanzen sammeln und speichern in ihren Wurzelsystemen Nährstoffe und in dieser Jahreszeit besonders viele, um Kraft zu haben für das George Brasch, Spargelfolgende Frühjahr. Darum ist der Herbst auch eine gute Zeit Wurzel zu Sammeln um die geballten Inhaltsstoffe für Heilzwecke zu trocknen oder als Tinkturen und Salben zu verarbeiten oder sie in der Küche zuzubereiten. Genau das werden wir in diesen Seminar machen. Wir graben z.B. verschiedene Wurzeln wie Beinwell, Nelkenwurz, Schöllkraut, Löwenzahn, Brennessel, Süßer Tragant, Spargel, Odermenig, Sauerampfer, Königskerze, Wegerich und Wiesenklee um mal zu schauen wie es unter der Erde aussieht. Alle diese Wurzeln lassen sich sehr gut selber sammeln und verarbeiten. Nebenbei können wir auch noch den ein oder anderen Pilz mit eintüten. Bei schönem Wetter machen wir wie immer ein Picknick. Dises Seminar eignet sich besonders gut für Kinder da wir nicht weit gehen aber viel buddeln.

Auf meinen Wanderungen und Lehrgängen versuche ich das Wissen um Heilpflanzen und Kräuter wieder zu vermitteln und an interessierte Pflanzenliebhaber, Schüler, Köche, Heilpraktiker, Hebammen, Ärzte und Apotheker weiterzugeben, damit sich die Kenntnisse in der Bevölkerung wieder manifestieren.

Da die Plätze begrenzt sind, bitte ich um eine rechtzeitige Anmeldung per Mail oder unter Tel.: 030-215 50 68.

Treffpunkt: Genaue Infos gibt es nach der Anmeldung.

Uhrzeit: Zwischen 9:30-17:30 Uhr GesundbrunnenIMG_3493 Kopie

Für Interessierte aus der Gegend von Bernau und Lobetal ist Treffen um 9:52 Uhr am Bernauer Bahnhof Haltestelle vom Bus 869 oder direkt um 10:32 Uhr in Lobetal Dorf an der Bushaltestelle. Um 16:30 Uhr geht es aus dem Lobetal mit dem Bus wieder zurück nach Bernau.

UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. IMG_3846 Kopie

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Klappsparten oder kleine Schaufel, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel) mitbringen.

Kosten: Für den Tag berechne ich einen Unkostenbeitrag von 40€.

Genaue Infos sende ich nach Anmeldung zu.

George Brasch, Parasol George Brasch, grünspanträuschling   Borse Hypothyreose4 (1 von 4)

 

 

 

Pflanzenführung im Sommer

27.07.2022 13:07 von

Von Kunigundenkraut bis Käsemachen

Heute möchte ich euch mal kurz einen kleinen Überblick der wichtigsten Akteuren unserer letzten Kräuterwanderung in Straußberg vorstellen.

Wir haben gerade Mitte/Ende Juli, die Temperaturen kriechen auf die 30 Grad und drüber hinaus wir sind im Tierkreis beim Löwen angekommen da wo das Element Wasserstoff steht also den Hundstagen, und das ist bei uns die heißeste Jahreszeit im Sommer bis hin zum 23. August.

Bei meinen Kräuterwanderungen zu dieser Jahreszeit sehen wir viele Pflanzen die in ihrer Pracht aber vor allem in ihrer Heilwirkung die Hitze in sich tragen.

Es ist schon erstaunlich wie viel ungenutzte Heilkraft auf unseren Wegen beim Wandern liegt außer wenn man seine Pflänzchen gut kennt.

Immer wieder kommt die Frage ob es Pflanzen gibt Kräuterwanderung, George Brasch, Pflanzenheilkunde, George´s Pflanzenwelt,die keine Heilkraft haben und meine eindeutige Antwort darauf ist „jede Pflanze hat eine heilende Wirkung auch wenn wir sie bis jetzt noch nicht kennen“. Den schon alleine das magnesiumreiche Chlorophyll hat nachgewiesenerweise eine Heilkraft.

 

Die Brennnessel (Urtica dioica) hat davon besonders viel und da ja jede Pflanze mindestens 100-200 Inhaltsstoffe hat, viele Pflanzen aber weit mehr wie zum Beispiel in der gut untersuchte Mistel bis heute 1600  Inhaltsstoffe entdeckten wurden, können wir jede Pflanze als Heilpflanze betrachten. Bei den Giftigen kommt es natürlich darauf Kräuterwanderung, George Brasch, Pflanzenheilkunde, George´s Pflanzenwelt,an was uns Paracelsius schon gelehrt hat und eigentlich jedes Kind im Kindergarten lernen sollte „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei“ und hier grob vereinfacht „die Dosis macht das Gift“.

Alleine auf dieser Kräuterwanderung, um die Lange Dammwiese in Straußberg, haben wir bestimmt so um die 40 Heilpflanzen besprochen. Von vielen habe ich gar keine Foto´s  machen können den es sind so viele tolle Pflänzchen unsere Wegbegleiter das man vor Fotografieren gar nicht weiter kommen würde. So und nun ab auf den Heilweg durch die Botanik und zur kleinen Vorstellungsrunde.

 

 

 

 

 

 

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Und wenn wir schon „bei die Dosis macht das Gift“ sind, hier eine Pflanze die man nur in sehr kleinen Mengen verwenden sollte, es ist der Rainfarn.

Über seine wirkliche Giftigkeit ist man sich noch nicht ganz im klaren denn die Autoren des Mittelalters und der Renaissance schrieben ihm alle möglichen guten Eigenschaften zu. Er wurde oft in Kuchen gebacken gegessen, und einige sahen darin eine Kultspeise, die im Frühjahr genossen neue Lebenskraft verleihen sollte.

Ich würde davon erstmal großen abstand nehmen.

Meine Empfehlung für die innerlich Verwendung gibt es bei mir nur in der Kräuterausbildung mit angemessenen Respekt beim Umgang mit solchen Pflanzen.

Wie der Name uns fälschlicherweise in die irre führt haben wir es hier nicht mit einen Farn zu tun sondern es ist ein Korbblütler. Gerade zu dieser Jahreszeit im July-August finden wir ihn in seiner gelben blühenden Pracht überall an den Wegesrändern. Er fällt aber auch durch seinen unverkennbaren bitteren Geschmack und intensiven Duft mit stark riechenden ätherischen Ölen wie Campher, Borneol und Thujon auf. Thujon ist aber auch Bestandteil vieler anderer Pflanzen wie Thuja, wo es erstmalig entdeckt wurde, Thymian, Rosmarin, Beifuß und im Echten Salbei. Rainfarn war früher ein gutes Mittel bei Würmern wie Oxyuren und Askariden. Da Thujon auch im Wermut vorkommt, benutze ich den Wermut viel lieber zu Wurmkuren auch wenn es so manchen Patienten mit seiner Bitterkeit aus den Pantoffeln hebt. Die Menschen sind halt nicht mehr so was gewöhnt.

Wermut, Absinth, Artemisia absinthum, Kräuterwanderung, Pflanzenheilkunde, George´s Pflanzenwelt, Heilpraktiker

Aus Wermut macht man natürlich auch den in Verruf geratenen und heute Thujon mengenmässigen regulierten Absinth was vom lateinischen Name des Wermuts abgeleitet ist „Artemisia absinthium.“. Artemisia ist die griechische Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und des Mondes sowie die Hüterin der Frauen und Kinder.

Darum ist ja der nach dieser Göttin genannte Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris) so ein schöne Pflanze in der Frauenheilkunde und sollte bei keiner Geburt fehlen. Mein Sohn wurde zuhause Geboren und über unseren Bett hingen zwei große Büschel mit Beifuß um die Geburt zu erleichtern und den Neugeborenen zu beschützen. Der Rainfarn wird auch gerne Chrysanthemum vulgare genannt was seine Zugehörigkeit zu den anderen Chrysanthemen aufzeigt.

Anstatt innerlich benutze ich den Rainfarn lieber äußerlich z.B. bei Fußschmerzen, insbesondere Plattfuß-und Fußballenbeschwerden oder bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen im Fußbereich. Auch bei Hautleiden kann man ihn mal in betracht ziehen.

Nicht nur bei unseren unbeliebten Untermietern im Darm sondern auch im Pflanzenschutz gegen Milben und Blattläuse zeigt der Rainfarn eine gut Wirkung.

Übrigens, man geht heutzutage davon aus das der Absinth Abusus nicht zu den beschriebenen Wahnvorstellungen geführt hat wie man lange annahm, sondern es einfach nur der hohe Gehalt und Konsum von Alkohol mit dem folgen des Rauschzustandes war, so das Van Goch sein Ohr selbst abgeschnitten hat. Oder war es vielleicht doch sein guter Freund und Mitbewohner Paul Gauguin mit dem er sich gestritten hat?

 

Sandstrohblume (Helichrysum arenarium)

Das Highlight zu dieser Jahreszeit, weil sie gerade in voller Blüte steht, ist die Verwandt der Immortelle (Helichrysum italicum) unsere heimische Sandstrohblume, früher auch Katzenpfötchen genannt. Hier auf den sandigen Böden in Brandenburg fühlt sie sich richtig wohl und kommt in großen Mengen vor. Die dichte Behaarung dient als Schutz vor UV-Strahlen und vermindert die Wasserabgabe, das können wir bei einigen Pflanzen sehen die in trockenen Gebieten wachsen.

Sandstrohblume, Helichrysum arenarium, Pflanzenheilkunde, Kräuterwanderung, HP Brasch, George´s Pflanzenwelt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie ist eine Pflanze die es sogar bis in eines der Bücher von Theodor Fontane Buch geschafft hat. Fontane war ein angestellter Apotheker im damaligen Krankenhaus in Bethanien am Mariannenplatz in Berlin, wo es heute die Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung gibt und ich viele Jahre unterrichtet habe.

Der alter Name der Sandstrohblume war auch Ruhrkraut und beschreibt so ganz schön wofür man sie früher aber auch heute noch benutzen kann. Sie ist auch eine wirklich gute Heilpflanze für die Entgiftung über Leber und Niere. Auch für die Haut und den Knochenstoffwechsel zeichnet sie sich dadurch aus ein potentes Heilpflänzchen zu sein und wie T. Fontane es im Buch so gut beschrieben hat, verbessert sie das Wasserlassen der älteren Männer. Ihr Geruch erinnert ein wenig an Magie und siehe da, die Immortelle wird in ihrer Heimat in Italien bis hin in den Balkanländern, auch gerne zum würzen von Gerichten verwendet. Vielleicht sollte man das mit unserer Sandstrohblume auch mal probieren.

 

Weidenröschen (Epilobium)

Auch diese Pflanze kann man gut bei Problemen der Männer verwendet und es gibt viele verschiedene Arten davon. Es ist das Weidenröschen oder wie man es auch in Russland nennt der „Iwan Tee“. In der mongolischen Medizin wird es bei Störungen des Magen-Darm-Trakts und des gesamten Verdauungssystems verwendet.

Weidenröschen, Epilobium, Prostata, Kräuterwanderung, Heilpflanzen, Phytotherapie, George´s Pflanzenwelt, HeilpraktikerBei uns wird es bei Veränderungen und Entzündungen der Prostata benutzt was sich aus meiner Erfahrung in der Praxis sehr gut bestätigt lässt. Der Tee hat aber auch eine allgemein stärkende Wirkung und das nicht nur für die Männer. Die entzündungshemmende Wirkung läßt sich auch gut einsetzen wenn die Gelenke mal nicht so richtig wollen und schmerzen.

 

Goldrute (Solidargo cannadensis)

Und gleich noch eine tolle Pflanze für das bessere entwässern und Wasserlassen diesmal aber für beide Geschlechter. Sie ist ein Spezifikum für alle Erkrankungen der Niere und Blase. Es ist die Goldrute früher auch heidnisches Wundkraut genannt. Sollte die Niere mal schwächeln oder sich entzündet haben ist diese Pflanze wirklich die Nummer eins, das Mittel der Wahl. Unsere heimische Goldrute (Solidago vigaurea) finden wir eher selten. Aber der Neophyt aus Kanada Solidargo cannadensis , wie hier auf dem Foto zu sehen, tut auch seine guten Dienste da die Inhaltsstoffstruktur sehr ähnlich sind. Aber sie kann nicht nur das, sie ist auch eine gute Färberpflanze die gelb färbt mit den Hauptfarbstoffen Quercetin und Astragalin.

 

Echtes Labkraut (Gallium verum)

Dann haben wir da auch noch das Kraut für die Käsemacher. Nein nicht die Laut am Bach herumschreien und nur Käse erzählen sondern als Ersatz für das Labferment zur Käseherstellung, das Echte Labkraut (Galium verum) mit seinen gelben Blüten aus der Familie der Labkräuter wo auch das Klettenlabkraut, Wiesenlabkraut, der Waldmeister und die Krappwurzel beheimatet sind. Für die Herstellung von englischem Chesterkäse wird das Kraut noch heute genutzt.

Labkraut, Gallium verum, Prostata, Kräuterwanderung, Heilpflanzen, Phytotherapie, George´s Pflanzenwelt, HeilpraktikerDas Echte Labkraut enthält neben Iridoiden auch Cumarine, abgeleitet vom alten Gattungsnamen der Tonkabohne, Coumarouna, der von einem anderen Tupi-Namen für Baum, „cumarú“, gebildet wird.

Die Cumarine, die auch im Zimt, Waldmeister und Steinklee vorkommen, sind ein gutes Venentonikum haben aber auch eine auflösende Eigenschaft auf Nierensteine wofür man sie gut verwenden kann. Cumarine sind aber auch bekannt um das Blut zu verdünnen wie z.B. bei Blutgerinnsel. Hier kommt dann auch gleich immer die Frage ob solche Pflanzen nicht gefährlich sind und da kann ich nur die Antworten geben, eine Pflanze ist ein Vielstoffgemisch das heisst sie hat Blutverdünnende Eigenschaften aber auch Gefäß abdichtende Eigenschaften über das Inhaltsstoff-Spektrum der verschiedenen Farb-und Gerbstoffe. So das es gar nicht zu Blutungen kommen kann, außen man benutzt hochdosierte Präparate. Bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern ist aber bei cumarinreichen Pflanzen Vorsicht geboten.

Auch bei dieser schönen oft vorkommenden Pflanze haben wir eine Färberpflanze vor uns wo man die Wurzeln zum Rot und die Blüten zum Gelb färben verwenden kann.

 

Steinklee (Melilotus officinalis)

Und wenn wir schon von den Cumarinen sprechen ist die nächste Pflanze die wir in dieser Jahreszeit in Blüte vorfinden der Steinklee der bei uns gleich in drei verschiedenen Varietäten als Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis) als Weißer Steinklee (Melilotus albus) und als Hoher Steinklee (Melilotus altissimus) vorkommt.

Die schon oben bei Cumarine beschriebene auflösende Wirkung hatte man früher auch bei Geschwüren, Tumoren, rheumatischen Gelenkschwellungen und Knotenbildung in den Brustdrüsen angewandt.

Auch bei Ohrenleiden wie Otitis oder Kopfschmerzen kann man an den Steinklee denken.

Die Cumarine aus den Steinklee waren auch die Vorlage für die Arzneigruppe der modernen Blutverdünner wie Marcumar und Warfarin.

Die wenigsten wissen aber wohl das Marcumar beziehungsweise die synthetischen Cumarine, die Rodentizide wie es in Warfarin vorkommt, zur Rattenbekämpfung genutzt wird. Ratten lieben es nun mal süß und nicht alles was wir als Rattengift bezeichnen, wenn es schrecklich schmeckt, ist für die Ratten bekömmlich. Und da Ratten einen hervorragende Anpassungsfähigkeit haben bilden sich immer wieder Resistenzen gegen diese Rodentizide bei ihnen aus.

 

Baldrian (Valeriana officinalis)

Eine Pflanze die man auf feuchten Wiesen oder am Bachrand jetzt blühend findet ist unser heimischer Baldrian den alle noch in ihrer Wirkung als schlafförderndes Mittel kennen.

Aber er hat viel mehr zu bieten und das ist leider in Vergessenheit geraten.

Baldrian, Valerianum, Kräuterwanderung, Pflanzenheilkunde, Ausbildung, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt, George BraschEs gibt einige Pflanzen wo man versucht hat einzelne Inhaltsstoffe zu extrahieren um sie als Medikament zu herzustellen. Aber so wie es beim Baldrian nicht funktioniert hat geht dieser Pharmakologische streich auch nicht beim Hopfen und Johanneskraut auf was uns deutlich zeigt, das der Gesamtextrakt der Pflanzen immer noch das wirksamste Heilmittel überhaupt ist.

Baldrian hat man früher auch bei Kopfschmerzen, Nervenschwäche-und Schmerzen, Epilepsie, Hysterie, nervöse Herzleiden, Magenkrämpfen und -koliken, Schwindel, Ohrenleiden und Ohnmacht verwendet.

Man sieht ein sehr potentes Heilmittel. Wir verwenden die Wurzel, die wird aber erst im Herbst gegraben.

 

Schafgabe (Achillea millefolium)

Die Augenbraun der Venus, wie die Schafgabe auch liebevoll im Altertum genannt wurde, wobei die Dame dann schon sehr starke ausgebildete Augenbraunen gehabt haben muss, ist in der Phytotherapie und bei mir in der Praxis eine sehr wichtige, viel eingesetzte und nicht wegzudenkende Heilpflanze. Schon Pedanios Dioskurides, einer der bekanntesten Ärzte der Antike um 50nCh., rühmte sie als ausgezeichnetes Mittel gegen Blutflüsse, Geschwüre und Fisteln. Auch ihre Hauptblüte und Sammelzeit ist im Juli-August, obwohl sie schon früher und auch länger gesammelt werden kann. Aber gerade die Hundstage, also die Zeit der größten Hitze, bilden ihre ätherischen Öle und hier besonders das azulenartige Blauöl besonders gut aus.

Zusammen mit ihren Bitterstoffen und den Blauöl hat sie wie die Kamille, aber doch ein wenig stringenter, eine entkrampfende und beruhigende Wirkung auf die Bauch-und Uterusmuskulatur, eine antientzündliche Wirkung auf Schleimhäute und Gelenke und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Da sie nach den Trojanischen Krieger und Held Achilleus, ein Schüler des heilkundigen Zentauren Chiron, benannt wurde hat seine Erklärung darin das er mit der Schafgarbe seine verletzte Achillesferse heilte.

Bei Bauchkrämpfen reicht es manchmal schon einfach aus ein paar Blütenteile im Mund zu zerkauen so das nach ein paar Minuten schon wieder alles vorbei ist.

 

Natternkopf (Echium vulgare)

Man braucht keine große Vorstellungsgabe um dieser Pflanze und Blüte einen Schlangenkopf mit Zunge zu deuten.

Der Natternkopf ist wie fast alle Raublattgewächse (Boraginaceae) heutzutage in der Phytotherapie obsolet, das heisst, ich als Heilpraktiker darf ausser dem Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) keine Pflanze dieser Familie, dazu gehören neben den Natternkopf das Vergissmeinnicht, die Hundszunge, Ochsenzunge, Steinsamen, Alkana, Beinwell aber auch der Borretsch, nicht mehr verordnen. Die Pflanze die man überhaupt nicht ersetzen kann ist der Beinwell, ein großer Verlust in der Therapeutischen Arbeit für mich als Phytotherapeut.Natternkopf, Echinum, Kräuterwanderung, Heilpflanzen, Phytotherapie, George´s Pflanzenwelt, Heilpraktiker

Aber natürlich kann jeder für sich diese Pflanzen, wenn er sie kennt, selber sammeln und als Heilpflanze benutzen.

So ist aufgrund des Gehaltes an Allantoin die Heilwirkung der Natternkopfwurzel ähnlich wie die vom Beinwell. Hier benutzen wir die Wurzel äußerlich als Auflagen bei allen Problemen mit Kochen, Sehen und Bändern, wenn sie z.B. schlecht verheilen.

Die Blüten sind besonders schön und gut als Teezubereitung als Antioxidant also für den Gefäß-und Zellschutz durch die enthaltenen blauen Anthocyane.

 

Wilde Möhre (Daucus carota)

Wer diese Pflanze mal ausgegraben und probiert hat kann sich kaum vorstellen das daraus unsere Karottensorten gezüchtet worden. Der Geschmack ist das einzige was noch daran erinnert.

Wilde Möhre, Kräuterwanderung, Heilpflanzen, Phytotherapie, George´s Pflanzenwelt, HeilpraktikerAls Heilpflanze ist sie völlig in Vergessenheit geraten aber ein paar Indikationen sind noch überliefert. So hat man sie früher gerne als harndurchspülende, antioxidative und leberschützende Pflanze verwendet. Auch bei Mensproblemen wurde sie gerne eingesetzt.

Wichtig ist das man sie in der Natur gut bestimmen kann denn in der Familie der Doldenblütler gibt es so einige hoch Giftige und da kommen wir auch gleich zu solch einen Vertreter.

 

Schierling (Conium maculatum)

Eine der giftigsten Pflanzen, neben dem Blaue Eisenhut (Aconitum napellus), ist bei uns in Mitteleuropa der Schierling. Schon wenige Gramm können eine Vergiftung mit aufsteigender Lähmung der Muskulatur bei vollem Bewusstsein verursachen

Schierling, Conium maculatum, Kräuterwanderung, Pflanzenheilkunde, Ausbildung, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt, George BraschSchierling ist ein häufig anzutreffender Doldenblütler mit einer Wuchshöhe von über 2m.

Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)

Die Karthäusernelke mit ihren leuchtend purpurroten Blüten kommt in weiten Teilen Europas mit verschiedenen Unterarten vor.

Schon im Mittelalter wurde die Pflanze in Klostergärten als Heil- und Schmuckpflanze gehalten. Sie enthält Saponine (Seifenstoffe) und Eugenol das wir auch aus der Karthäusernelke, Kräuterwanderung, Pflanzenheilkunde, Ausbildung, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt, George BraschNelkenwurz (Geum urbanum) und der Küchen-Gewürznelke kennen. Die Karthäusernelke wirkt erweichend, schmerz- und entzündungshemmend und lindert auch Rheuma-und Muskelschmerzen. Sehr viele aus der Familie der Nelkengewächse enthalten Saponine wie auch das Kahle Bruchkraut (Herniaria glabra), die Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media) und natürlich das Gewöhnliche Seifenkraut (Saponaria officinalis).

Die Gewürznelke ist nicht in dieser Familie beheimatet wie der Name uns fälschlicherweise vermittelt.

 

Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

Das Kunigundenkraut, wie man es auch früher genannt hat, liebt den Bezug zum Wasser. Darum finden wir es, wie auch den Baldrian, gerne auf feuchten Wiesen und an Bachläufen.

Mit seiner weißlich-rosa Blüte und den hanfartigen Blättern, darum auch Wasserhanf genannt, ist es nicht schwer zu finden.

Wasserdost, Eupatorium, Kräuterwanderung, Pflanzenheilkunde, Ausbildung, Heilpraktiker, George´s Pflanzenwelt, George BraschEs ist ein hervorragendes Heilkraut gerade für die Winterapotheke wenn es zu Grippe, rheumatische und infektiöse Fieber, entzündlichen und katarrhalischen Erkrankungen der Respirationsorgane, Bronchitis, Husten, Mandelentzündungen oder Heiserkeit kommt.

Aus dem getrockneten Kraut lässt sie gut eine Tinktur herstellen oder wir verwenden es ganz einfach als Teeaufguss.

 

So das war mal ein kleiner Einblick was uns so alles auf dem Weg bei einer Wanderung zu dieser Jahreszeit begegnet. Wenn wir so durch die Natur streifen sammeln wir natürlich auch viele dieser Pflanzen und legen sie uns als Tee oder Tinktur in unserer Hausapotheke an damit ihr eure kleinen Wehwehchen dann selber behandeln könnt.

Wer nun neugierig geworden ist und Interesse bekommen hat und gerne mehr erfahren möchte über unsere heimische Natur, ihr sozusagen ein Stück näher kommen will, die Heilwirkung der Pflanzen aber auch das Bestimmen in der Natur erlernen möchte, den lade ich herzlich gerne zu einer meiner kommenden Führungen ein.

>Infos zu Termine hier

>Infos zur Jahresausbildung hier

Hier noch ein paar weitere Fotos von tollen Heilpflanzen und der Wanderung.

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Kräuterwanderung im Naturpark Barnim bei Lobetal am 13.08.22

01.07.2022 13:16 von

George Brasch, Pflanzenheilkunde

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Beschreibung:

Eine Wanderung zum Sommerausklang durch die einheimische Pflanzenwelt zum Riechen, Sehen, Fühlen und Schmecken.

Obwohl Berlin nicht weit entfernt ist, lässt sich im Lobetal und Umgebung noch eine sehr ursprüngliche Landschaft mit riesigen Wäldern, Mooren, sehr fruchtbaren Äckern, zahlreichen Seen und weiten Ebenen genießen, da es noch im Bereich des Naturparks Barnim liegt.

Die biologische Bewirtschaftung und eigene Biomilch- und Joghurtproduktion lässt auf den Wiesen rund ums Lobetal eine größe Biodiversität zu, so dass uns dieses Gebiet einen hervorragenden Ausgangspunkt bietet um die große Pflanzenvielfallt zu Studienzwecken der Pflanzenheilkunde zu nutzen.

Pflanzenheilkunde ist die Wiederanbindung des Menschen an die Natur. Durch die hohe Präsenz der Pharmaindustrie nach dem zweiten Weltkrieg bis hin zu den 80er Jahren und das einfache Einnehmen von Pillen, haben wir das Vertrauen verloren, dass unsere Natur uns den ganzen Schatz der Naturmedizin meistens kostenlos zur Verfügung stellt.

Vorraussetzung dafür ist aber, dass wir die Pflanzen, die uns begegnen auch erkennen und lernen sie zu bestimmen.

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Auf meinen Wanderungen und Lehrgängen versuche ich dieses Wissen wieder zu vermitteln und an interessierte Pflanzenliebhaber, Heilpraktiker, Schülern, Köche, Ärzte und Apotheker weiterzugeben, damit sich die Kenntnisse in der Bevölkerung wieder manifestieren.

Wenn wir wieder lernen mit unseren Sinnen die Pflanzenwelt um uns herum wahrzunehemen und besser zu beobachten, haben wir auch wieder die Möglichkeit uns selber zu heilen oder Heilimpulse mit Arzneipflanzen zu setzen.

Auch auf diesen Kräuterlehrgang werden tiefe Einblicke und Kenntnisse in die lebende Pflanzenwelt vermittelt, bontanische Merkmale erläutert und Anwendung aus Theorie und Praxis gegeben. Die feuchten Wiesen und Entwässerungskanäle im Lobetal lassen z.b. Pflanzen wie den Bittersüßen Nachtschatten, Mistel, Wasserpfeffer, Beinwell und das Sumpfhelmkraut sehr gut wachsen. Auf den sandigen Ebenen gedeihen dann eher die Sandstrohblume, die Wollige Königskerze wie auch die seltenere Mehlige-Königskerze, die Skabiose und die Acker-Witwenblume. Aber auch Schneeball, Weißdorn, Vogelbeere, Spagel, Malve, Schachtelhalm und Wolfstrapp begleiten uns hier im Lobetal auf unseren Lehrgang. Dies sind alles Heilpflanzen die ich häufig in meinen Teerezepturen verwende und darum auch gerne das Wissen darüber an euch weiter geben möchte.

So können wir zusammen einen lebendigen Bezug zur Heilpflanzenwelt wieder herstellen.

Der Tag ist eine Lehrveranstalltung für Laien und Profis und soll euch einen tieferen Einblick in die Pflanzenwelt rund um Berlin vermitteln. Viele wissen gar nicht mehr wie unsere Heilpflanzen aussehen, obwohl die meisten der Gebräuchlichen in unserer Nähe wachsen. Der Schatz der Natur ist reichhaltig und bietet Anlaß ihn zu nutzen um Wildkräuter sachgerecht als Heilmittel zu verwenden. Darum laßt euch entführen in die spannende und interessante Welt der Heilpflanzen rund um Berlin.

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Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich unter  hpbrasch(at)web.de

Kosten: Unkostenbeitrag von 35,- €

Uhrzeit: von ca. 9:20 Uhr bis ca. 19:30 Uhr (Ab- und Ankunft S-Bahn Gesundbrunnen)

Treffpunkt: Wir treffen uns am Sa. den 13. August um 9:25 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen.

UNSER ZIEL LIEGT von Berlin aus IM BVG-TARIFBEREICH C, deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, was zu Schreiben, Proviant und evt. Bestimmungsbücher

George´s Plfanzenwelt YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCuEGlMpYGGGiVJSZn7VFjtw

Pflanzenwanderung durchs Biesenthaler Becken am 30.7.22

01.07.2022 12:34 von

George Brasch, Pflanzenheilkunde

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Das 990 Hektar große Gebiet des Biesenthaler Beckens ist Teil des Naturparks Barnim. Die Grenzen des Beckens werden im Osten und Süden durch die Barnim-Hochfläche, im Westen durch eine Endmoräne aus der Weichsel-Eiszeit und im Norden durch das Eberswalder Urstromtal bestimmt. Die Landschaft wurde in der Weichsel-Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren vom Toteis geformt.

Die ca. 4-5 Stunden Fußweg durch dieses wunderschöne Feuchtgebiet machen diese Wanderung zu einen überaus eindrucksvollen Erlebnis.

Das Biesenthaler Becken wurde schon früh nach der Wende unter Schutz gestellt. Viele gefährdete Arten haben hier ein geschützten Lebensraum gefunden. Darunter sind z.B. der Fischotter, Biber, Glattnatter aber auch Weißstorch und selten Pflanzen der Feuchtbiotope. Die Wanderung wird von zahlreichen, unberührten IMG_2925Fließen durchzogen, welche die kleinen Seen entweder be- oder entwässern (Mechesee, Plötzensee, Hellsee, Liepnitzsee, Regesee, Streesee).

Mit der Regionalbahn geht es von Gesundbrunnen nach Bernau und von hier mit den Bus nach Biesenthal Markt.

Wir beginnen dann unsere Wanderung am Biesenthal Marktplatz und gehen entlang des Hellfließ, der sich durch eine ausgeprägte schöne Schlucht aus der Eiszeit schlängelt. In diesem wildromantischen von Buchen gesäumte Tal, das von den Biesenthalern liebevoll „Biesenthaler Schweiz“ genannt wird kann man wenn man Glück hat, auch Eisvogel DSC_1885sehen, die hier ihre Bruthöhlen haben.

Dieser Fließ führt dann zum Hellsee und zur Hellmühle die wieder saniert ist. Der Hellsee ist ein typisches Beispiel für einen Rinnensee an denen alte Buchen und einzelne Kiefern wachsen.

Nun geht es am See entlang, anfangs direkt am Ufer, später etwas entfernt davon. Am Weg haben Waldameisen ihre Nesthügel in den Hang gegraben. In dieser Jahreszeit bietet sich die Möglichkeit zum Picknich auch einen Sprung ins kalte nass zu machen. Danach geht es dann weiter vorbei an einer alten Eiche (ca. 200 Jahre und Naturdenkmal), die schon stark ausgehöhlt DSC_1812ist und nur noch in der Krone einige lebensfähige Äste aufweist. Nach ca. 2 km verläuft der Weg über einen Holzsteg durch ein Feuchtgebiet hinauf zur Biesenthaler Straße. Dies ist dann auch schon unserer Endpunkt der Wanderung. Von hier geht es dann mit den Bus zurück nach Bernau.

 

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl, eine Anmeldung ist erfordIMG_9435erlich. Nach der Anmeldung gibt es weiter infos.

Kosten: 35

Treffpunkt: Wir treffen uns am Samstag den 30.07.22 um 9:25 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen.  Zurück sind wir gegen 19:30 Uhr am Gesundbrunnen. UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. Bis nach Biesenthal muss man dann noch mal im Bus nachlösen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher IMG_2940mitbringen

Kontakt: per E-Mail

 

 

 

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