Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin Aug. 2021

02.05.2021 20:21 von | Schreiben Sie einen Kommentar »

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

Plantago major

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

August 2021

10 Wochenenden, 120h

 

August 2021

Folgen noch

 

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

995€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Ackergauchheil - Anagalis arvensis
Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

Lange Tag der Stadt Natur „Der Kreuzberg ruft“ So. 13.06.2021

05.03.2021 22:13 von

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Mit 66 Metern ist der Kreuzberg nicht nur die höchste natürliche Erhebung Berlins, sondern auch ein Weinberg und ein Zuhause für viele einheimische Heilpflanzen und Kräuter. Durch seine vielschichtige Gestaltung ist er ein guter Platz, um die urbane Natur ein wenig näher zu betrachten. Wir werden auf dieser Exkursion unser Wissen in die Kräuterheilkunde und Botanik vertiefen und durch Riechen, Fühlen und Schmecken hautnah erfahren, welche Pflanzen wir bedenkenlos essen können, um sie dann als Smoothies oder Kräutertees zu verarbeiten. Und das mitten im Zentrum von Berlin.

Sonntag, 13.06.2021, 8:30-10:30 Uhr, 12:00-14:00 Uhr und 15-17 Uhr

Für: Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Bitte mitbringen: Papier und Stifte

Ort/Start: Kreuzberg, Kreuzbergstr./Großbeerenstr., 10965 Berlin, am Fuße des Wasserfalls

Umkosten: Im Rahmen der Veranstaltung „Lange Tag der Stadt Natur“

Anfahrt: U6+U7 Mehringdamm, U6 Platz der Luftbrücke

Lange Tag der Stadt Natur – Heilkräuter im Treptower Park 12.6.2021

05.03.2021 21:49 von

Der 88,2 Hektar große Treptower Park liegt direkt an der Spree und bietet sich hervorragend für eine entspannte Kräuterführung an. Wegen der alten Baumbestände und vieler Heilpflanzen haben wir hier eine große Vielfalt rund um die Wiesen und angelegten Gartenteile des Parkes. Wir werden auf dieser Exkursion unser Wissen in der Kräuterheilkunde und Botanik vertiefen und durch Riechen, Fühlen und Schmecken hautnah erfahren, welche Pflanzen wir bedenkenlos essen können, um sie dann als Smoothies oder Kräutertees zu verarbeiten. Und das mitten im Zentrum von Berlin.

Samstag 12.06.2021, 15:00 – 16:30 Uhr sowie um 17:00 – 18:30 Uhr

Leitung: George Brasch

Für: Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Anbieter: George Brasch, Heilpraktiker

Bitte mitbringen: Papier und Stifte

Ort/Start: Treptow, Treptower Park, 12435 Berlin, S Treptower Park, Ausgang Spreeseite auf dem Vorplatz

Anfahrt: S Treptower Park

Umkosten: Im Rahmen der Veranstaltung “Lange Tag der Stadt Natur”

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin Feb. 2021

17.10.2020 21:13 von

Die Heilkraft der Pflanzen wird seit Anbeginn der Menschheit für unsere Nahrung und als Medizin verwendet. In Ländern, in denen schulmedizinische Versorgung rar ist, spielen Pflanzen immer noch einen bedeutende Rolle. So ist z.B. Pflanzenheilkunde in Indien und China immer noch fester Bestandteil des Studiums der Medizin.
Ein Großteil unserer Medikamente hat ihren Ursprung aus Inhaltsstoffen der Pflanzenwelt, wie z.B. Aspirin, Marcumar, Colchicin, Chinin, Ephedrin und Opiate, bis hin zu Krebsmedikamenten aus der Eibe und  Madagaskar-Immergrün. Leider ist in Europa unser Allgemeinwissen von der heilenden Kraft der „ganzen Pflanze“ als Medizin nur noch wenig verbreitet.

Plantago major

 

In diesem Kurs können Sie innerhalb eines Jahres einen tiefen Einblick und Sachverständnis in die große Heilkunst der Kräutermedizin erlangen und mit europäischen und ausländischen Drogen pflanzliche Heilmittel selber fertigen (Droge kommt von dröge und heisst getrocknet). Das erlernte Wissen ist dann in der Praxis direkt anwendbar.Nelkenwurz - Geum

 

Das Seminar eignet sich für Menschen, die eine Liebe zur Natur besitzen, Pflanzen-interessierte, Köche, Ernährungsberater, Erzieher, Lehrer, Berufe im Wellnessbereich, Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Apotheker

Im theoretischen Teil werden wir uns der Mythologie und der traditionellen Anwendung widmen. Wir werden Ausflüge in Botanik, Systematik und Pflanzenfamilien machen, sowie Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf unseren Organismus und Stoffwechselvorgänge erforschen.

Im praktischen Teil werden wir so oft es geht drauKräuterausbildung - Pflanzenausbildungßen bei den Pflanzen sein, sie riechen, schmecken, fühlen und uns auf diese Weise praktisches Wissen  in der Natur aneignen. Es wird auch die Möglichkeit geben, mehrere Wochen-enden komplett in der Natur zu verbringen.

 

 

Themen des Lehrmaterials sind:

– Exkursionen und WanderungenWegwarte - Cichorium intybus
– Mythologie und Tradition
– Botanik und Systematik
– Pflanzenbestimmung
– Signaturenlehre
– Sammeln, Trocknen und Lagern
– Essbare Wildkräuter
– Teerezepturen erstellen
– Salben, Öle, Liköre, Tinktur
– Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
– Wissenschaft & Studien
– Anwendung in der Schulmedizin
– Krankheitsbezogene Verwendung
– Familien- und Reiseapotheke

 

Des weiteren werde ich Ihnen Beispiele aus meiner täglich Praxis zeigen: Pflanzen als Heilmittel z.B. bei Hauterkrankungen, erhöhtem Cholesterin, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen,  Verdauungsstörungen, Erkältungskrankheiten,  Allergien,  neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenaffektionen, Nieren-Blasen- Prostataerkrankungen, Schwangerschaft, Frauenleiden,  Kinderkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienzen.

Zu meiner Person:IMG_4949George Brasch - Heilpraktiker - Pflanzenheilkunde Berlin
Schon während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker habe ich meine Faszination für Pflanzenheilkunde, Botanik, Pharmakologie und die Augendiagnose entdeckt, so dass ich im Laufe der Jahre mittlerweile auf ein großes Wissen in diesen Bereichen zurückgreifen kann. Meine Praxisarbeit in Friedrichshain und die Lehrtätigkeit an der Heilpraktikerschule in Selbstverwaltung und Kräuterwanderungen rund um Berlin ermöglichen es mir, eine Brücke zwischen Erfahrungsheillehre und theoretischer Vermittlung zu bauen, so dass mein Unterricht lebendig und praxisnah gestaltet ist.

 

Durch meinen Schwerpunkt als Phytotherapeut vermittle ich in dieser Ausbildung Kenntnisse über westliche und ausländische Kräuterheilkunde und Teerezepturen, die man als ein individuelles Teerezept, Salben und Tinkturen selber anwenden kann. Dieses Wissen verdanke ich meiner langjährigen Praxis- und Studiumstätigkeit und natürlich der jahrzehntelangen Erfahrung und Lehrtätigkeit meines hoch geschätzten Lehrers Klaus Krämer.Fieberklee - Menyanthes trifoliata

 

Darüber hinaus werde ich in diesem Kurs Therapievorschläge aus der Biochemie nach Schüssler und der Orthomolekularen Medizin einfügen.

 

Als erfahrener Phytotherapeut verwende ich ca. 500 Heilkräuter aus allen Ländern dieser Welt. Die Pflanzen habe ich zum Teil auf meinen Reisen in Indien, Nepal, China und Südamerika kennengelernt. Für meinen Eigenbedarf sammle ich, über das ganze Jahr verteilt, Kräuter, Wurzeln und Früchte selbst und verarbeite sie zu entsprechenden Heilmitteln.

 

Ausbildung Pflanzenheilkunde & Kräutermedizin

Beginn:

Dauer:

 

Termine:

 

Februar 2021

10 Wochenenden, 120h

 

Feb. 27+28.2.2021
Mär. 27+28.3.2021
Apr. 17+18.4.2021
Mai 29+30.5.2021
Juni 19+20.6.2021
(Sommersonnenwende)

 

 

Ort:

Naturheilpraxis
Waldeyerstr.2,
10247 Berlin Friedrichshain
2 min. Fußweg von U-und S-Bahn Frankfurter Allee

Kosten:

995€ für 120h

auch Raten oder monatliche Zahlung

Info und
Anmeldung:

George Brasch,
hpbrasch@web.de
Telefon 030 – 215 50 68

Ackergauchheil - Anagalis arvensis
Sollten sie noch Fragen haben stehe ich ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße Heilpraktiker George Brasch

 

 

 

 

Herbstwanderung Biesenthaler Becken 1.11.2020

17.10.2020 21:06 von

DSC_3990-10

DSC_4027-11Der Herbst ist eingeläutet und für mich gibt es zu dieser Jahreszeit keine schönere Wanderung, als durch das Biesenthaler Fließ. Darum möchte ich euch herzlich einladen mit mir die bunte Pracht des Herbstes und der Buchenwälder zu genießen und eure Seele so richtig baumeln zu lassen.

Das 990 Hektar große Gebiet des Biesenthaler Beckens ist Teil des Naturparks Barnim. Die ca. 4-5 Stunden Fußweg durch dieses wunderschöne Feuchtgebiet geben besonders im Herbst einen atemberaubenden Anblick und machen diese Wanderung zu einen überaus eindrucksvollen Erlebnis. Die herliche naturbelassene Landschaft wurde in der Weichsel-Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren vom Toteis geformt.

Wir beginnen unsere Wanderung  am Biesenthal Borse Hypothyreose4 (1 von 1)Marktplatz und gehen Entlang des Hellfließ, der sich durch eine ausgeprägte schöne Schlucht aus der Eiszeit schlängelt. In diesem wild romantischen von Buchen gesäumte Tal, das von den Biesenthalern liebevoll „Biesenthaler Schweiz“ genannt
wird kann man wenn man Glück hat, auch Eisvögel sehen, die hier ihre Bruthöhlen haben.Steubling (1 von 1)-4

Dieser Fließ führt dann zum Hellsee und zur Hellmühle. Der Hellsee ist ein typisches Beispiel für einen Rinnensee an denen alte Buchen und einzelne Kiefern Wachsen. Nun geht es am See entlang, anfangs direkt am Ufer, später etwas entfernt davon. In dieser Jahreszeit bietSteubling (1 von 1)-9et sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf den See und das andere Ufer. So geht es dann weiter vorbei an einer alten Eiche (ca. 200 Jahre und Naturdenkmal), die schon stark ausgehöhlt ist und nur noch in der Krone einige lebensfähige Äste aufweist. Steubling (1 von 1)-16Am Weg haben Waldameisen ihre Nesthügel in den Hang gegraben. Nach ca. 2 km verläuft der Weg durch ein Feuchtgebiet hinauf zur Biesenthaler Straße wo wir dann den Bus zurück nach Bernau nehmen. Natürlich machen wir bei guten Wetter ein schönes Picknick unter den Buchen direkt am See. Nebenbei werde ich euch natürlich noch ein paar Pflänzchen, Bäume und Pilze mit ihren Heilwirkungen zeigen.

Steubling (1 von 1)-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Pilzfreunde gibt es zu dieser Jahreszeit und auf dieser Strecke auch einiges zu sehen. Neben den Flaschenbovist, Parasol und Pfifferling kann man auch schon mal den Zunderschwamm, die Krause Glucke, einen Birkenporling oder einen leckeren Schwefelporling finden.

Steubling (1 von 1)Steubling (1 von 1)-11

Borse Hypothyreose4 (1 von 4)Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der Anmeldung gibt es weiter infos.

Kosten: 30

Treffpunkt: Am Sonntag den 1.11.2020 um 9:20 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen  UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. Bis nach Biesenthal muss man dann noch mal im Bus nachlösen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel).DSC_3852-4

Kontakt: Tel.: 030-215 50 68 oder hpbrasch(at)web.de

Mistelseminar 13.3.2021

17.10.2020 21:03 von

Mistelseminar 13.3.2021

02 Mistel 2016 (1 von 1)-9

Ob Donarbesen, Drudenfuß, Geißechrut, Hexennest oder Vogelchrut, wie immer man sie auch nennen möchte, die weißbeerige Mistel (Viscum album) ist seit alters her eine der außergewöhnlichsten und besonders bei den Kelten eine der heiligsten Pflanzen gewesen.02 Mistel 2016 (1 von 1)-13

Das hat bestimmt auch mit ihrer Signatur und ihrem außergewöhnlichen Erscheinungsbild zu tun, denn keine andere Pflanze wächst kugelförmig hoch oben in den Baumwipfeln, blüht zur Winterzeit von Januar bis Ende April und trägt ihre Früchte zur Adventszeit. Sie wächst relativ langsam und blüht erst nach fünf Jahren. Erst im zweiten Jahr bildet sich der erste verzweigte Spross mit den schmalen, ledrartigen gelbgrünen Blättern. Eine Mistel mit einem halben Meter Durchmesser ist durchaus schon 30 Jahre alt.

Je nach Wirtsbaum entfaltet die zweihäusige Mistel auch andere Heilkräfte, die wir uns in der Pflanzenheilkunde gut zu nutze machen können, aber nur wenn wir sie selber sammeln, denn der gekaufte Tee macht keinen Unterschied von welchem Baum sie kommt. In der Naturheilkunde ist dies jedoch sehr wichtig.
01 Mistel 2016 (2 von 2)
Wir alle kennen sie aus „Asterix und Obelix“, wo die Mistel vom Druiden Miraculix unbedingt für den Zaubertrank gebraucht wird, um Kräfte zu entwickeln die übermenschlich sind, also nach moderner Phytotherapie ein wahres Adaptogen darstellt.
Das hat auch die Pharmakologie erkannt und viele Untersuchungen bestätigen ihre Wirkung als Mittel zur Stärkung der Abwehr. Denn neben einer unspezifischen Immunstimulation zeigen Mistel Präparate auch eine ausgeprägte, entzündungs-hemmende, antivirale und zytotoxische Wirkungen, die u.a. durch Mistellektine, Viscotoxine, Flavonoide, Terpenoide, Alkaloide und Amine vermittelt werden.
Auch eine DNA stabilisierende Wirkung besonders während und nach einer Chemotherapie sind in Studien belegt. Viele der klassischen Anwendungen vom Mistelkraut sind aber leider in Vergessenheit geraten.

 

Das Wissen um die vielfältige Heilkraft der Mistel möchte ich mit euch in einem Tagesseminar jedes Jahr im Februar und im März wieder aufleben lassen. Wir werden die Mistel in der Natur kennen lernen, ihr Wesen und ihre Anwendung in traditioneller sowie moderner Pflanzenheilkunde betrachten und sie dann auch gemeinsam vor Ort zu einer spagyrischen Essenz verarbeiten.

Da die Plätze begrenzt sind, bitte ich um eine rechtzeitige Anmeldung per Mail unter:

hpbrasch(at)web.de oder
Tel.: 030-215 50 68.

Genaue Infos sende ich nach Anmeldungen zu.09 Mistel3 (3 von 8)
Für den Tag berechne ich einen Unkostenbeitrag von 35€.

Bei schönem Wetter
machen wir wie immer ein Picknick.

Liebe Grüße HP George Brasch

Herbstwanderung Biesenthaler Becken 20.9.2020

27.08.2020 11:25 von

DSC_3990-10

DSC_4027-11Der Herbst ist eingeläutet und für mich gibt es zu dieser Jahreszeit keine schönere Wanderung, als durch das Biesenthaler Fließ. Darum möchte ich euch herzlich einladen mit mir die bunte Pracht des Herbstes und der Buchenwälder zu genießen und eure Seele so richtig baumeln zu lassen.

Das 990 Hektar große Gebiet des Biesenthaler Beckens ist Teil des Naturparks Barnim. Die ca. 4-5 Stunden Fußweg durch dieses wunderschöne Feuchtgebiet geben besonders im Herbst einen atemberaubenden Anblick und machen diese Wanderung zu einen überaus eindrucksvollen Erlebnis. Die herliche naturbelassene Landschaft wurde in der Weichsel-Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren vom Toteis geformt.

Wir beginnen unsere Wanderung  am Biesenthal Borse Hypothyreose4 (1 von 1)Marktplatz und gehen Entlang des Hellfließ, der sich durch eine ausgeprägte schöne Schlucht aus der Eiszeit schlängelt. In diesem wild romantischen von Buchen gesäumte Tal, das von den Biesenthalern liebevoll „Biesenthaler Schweiz“ genannt
wird kann man wenn man Glück hat, auch Eisvögel sehen, die hier ihre Bruthöhlen haben.Steubling (1 von 1)-4

Dieser Fließ führt dann zum Hellsee und zur Hellmühle. Der Hellsee ist ein typisches Beispiel für einen Rinnensee an denen alte Buchen und einzelne Kiefern Wachsen. Nun geht es am See entlang, anfangs direkt am Ufer, später etwas entfernt davon. In dieser Jahreszeit bietSteubling (1 von 1)-9et sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf den See und das andere Ufer. So geht es dann weiter vorbei an einer alten Eiche (ca. 200 Jahre und Naturdenkmal), die schon stark ausgehöhlt ist und nur noch in der Krone einige lebensfähige Äste aufweist. Steubling (1 von 1)-16Am Weg haben Waldameisen ihre Nesthügel in den Hang gegraben. Nach ca. 2 km verläuft der Weg durch ein Feuchtgebiet hinauf zur Biesenthaler Straße wo wir dann den Bus zurück nach Bernau nehmen. Natürlich machen wir bei guten Wetter ein schönes Picknick unter den Buchen direkt am See. Nebenbei werde ich euch natürlich noch ein paar Pflänzchen, Bäume und Pilze mit ihren Heilwirkungen zeigen.

Steubling (1 von 1)-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Pilzfreunde gibt es zu dieser Jahreszeit und auf dieser Strecke auch einiges zu sehen. Neben den Flaschenbovist, Parasol und Pfifferling kann man auch schon mal den Zunderschwamm, die Krause Glucke, einen Birkenporling oder einen leckeren Schwefelporling finden.

Steubling (1 von 1)Steubling (1 von 1)-11

Borse Hypothyreose4 (1 von 4)Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der Anmeldung gibt es weiter infos.

Kosten: 25

Treffpunkt: Wir treffen uns am Sonntag den 20.9.2020 um 9:20 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen auf Gleis 9 und nehmen den RE-3 nach Bernau um 9:39 Uhr.  UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen. Bis nach Biesenthal muss man dann noch mal im Bus nachlösen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel).DSC_3852-4

Kontakt: hpbrasch(at)web.de

Die Kraft der Erdelemente – Ein Wurzelseminar am 4.10. + 7.11.2020

27.08.2020 11:19 von

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Ich möchte Euch für den Herbstanfang ein besonderes Seminar anbieten.

Damit wir auch den unter der Erde liegenden Pflanzenteil kennen lernen gehen wir graben! Von vielen Pflanzen wissen wir gar nicht wie sie unter der Erde aussehen, wofür man sie gebrauchen kann und was für eine Heilwirkung sie haben. Der unsichtbare Teil der bekannten Heilpflanzen ist uns meistens nicht so geläufig und wer macht sich schon die Mühe eine Große Klette oder Tragant auszugraben?
Der Vogelknöterich z.B. kann auf sandigem Boden eine 1m tiefe Wurzel ausbilden genauso wie die Ackerwinde die man früher als Abführmittel verwendete. Andere Wurzeln haben viel ätherisches Öl wie die Nelkenwurz oder werden als Delikatesse in der Küche verwendet wie z.B. die Große Klette. Viele der Wurzeln speichern Glukose und Stärke wie der Rohrkolben, darum eignen sie sich gut als Nahrungsmittel.

IMG_3492

IMG_9366Pflanzen sammeln und speichern in ihren Wurzelsystemen Nährstoffe und in dieser Jahreszeit besonders viele, um Kraft zu haben für das folgende Frühjahr. Darum ist der Herbst auch eine gute Zeit Wurzel zu Sammeln um die geballten Inhaltsstoffe für Heilzwecke zu trocknen oder als Tinkturen und Salben zu verarbeiten oder sie in der Küche zuzubereiten. Genau das werden wir in diesen Seminar machen. Wir graben z.B. verschiedene Wurzeln wie Beinwell, Nelkenwurz, Schöllkraut, Löwenzahn, Brennessel, Süßer Tragant, Spargel, Odermenig, Sauerampfer, Königskerze, Wegerich und Wiesenklee um mal zu schauen wie es unter der Erde aussieht. Alle diese Wurzeln lassen sich sehr gut selber sammeln und verarbeiten. Nebenbei können wir auch noch den ein oder anderen Pilz mit eintüten. Bei schönem Wetter machen wir wie immer ein Picknick.

Auf meinen Wanderungen und Lehrgängen versuche ich das Wissen um Heilpflanzen und Kräuter wieder zu vermitteln und an interessierte Pflanzenliebhaber, Schüler, Köche, Heilpraktiker, Hebammen, Ärzte und Apotheker weiterzugeben, damit sich die Kenntnisse in der Bevölkerung wieder manifestieren. IMG_3493 Kopie

Da die Plätze begrenzt sind, bitte ich um eine rechtzeitige Anmeldung per Mail.

Uhrzeit: von ca. 9:20 Uhr bis ca. 17:30 Uhr (Ab- und Ankunft S-Bahn Gesundbrunnen)

Treffpunkt: Wir treffen uns am 4.10 + 7.11.2020 um 9:20 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen und fahren bis Bernau. Von dort geht es mit dem Bus 869 um 10:04 Uhr nach Lobetal Dorf. Um 16:30 Uhr geht es aus dem Lobetal mit dem Bus wieder zurück nach Bernau. UNSER ZIEL LIEGT von Berlin aus IM BVG-TARIFBEREICH C, deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen.

UNSER ZIEL LIEGT IM BVG-TARIFBEREICH ABC,deswegen am besten schon mit entsprechenden IMG_3846 KopieTicket erscheinen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Klappsparten oder kleine Schaufel, Proviant und evtl. Bestimmungsbücher und was zum sammeln (Korb oder Stoffbeutel) mitbringen.

Kosten: Für den Tag berechne ich einen Unkostenbeitrag von 35€.

Genaue Infos sende ich nach Anmeldung zu.

Borse Hypothyreose4 (2 von 4) DSC_8461  Borse Hypothyreose4 (1 von 4)

 

 

 

Kräuterlehrgang im Naturpark Barnim bei Lobetal am 5.9.2020

27.08.2020 10:58 von

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Beschreibung:

Eine Wanderung zum Sommerausklang durch die einheimische Pflanzenwelt zum Riechen, Sehen, Fühlen und Schmecken.

Obwohl Berlin nicht weit entfernt ist, lässt sich im Lobetal und Umgebung noch eine sehr ursprüngliche Landschaft mit riesigen Wäldern, Mooren, sehr fruchtbaren Äckern, zahlreichen Seen und weiten Ebenen genießen, da es noch im Bereich des Naturparks Barnim liegt.

Die biologische Bewirtschaftung und eigene Biomilch- und Joghurtproduktion lässt auf den Wiesen rund ums Lobetal eine größe Biodiversität zu, so dass uns dieses Gebiet einen hervorragenden Ausgangspunkt bietet um die große Pflanzenvielfallt zu Studienzwecken der Pflanzenheilkunde zu nutzen.

Pflanzenheilkunde ist die Wiederanbindung des Menschen an die Natur. Durch die hohe Präsenz der Pharmaindustrie nach dem zweiten Weltkrieg bis hin zu den 80er Jahren und das einfache Einnehmen von Pillen, haben wir das Vertrauen verloren, dass unsere Natur uns den ganzen Schatz der Naturmedizin meistens kostenlos zur Verfügung stellt.

Vorraussetzung dafür ist aber, dass wir die Pflanzen, die uns begegnen auch erkennen und lernen sie zu bestimmen.

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Auf meinen Wanderungen und Lehrgängen versuche ich dieses Wissen wieder zu vermitteln und an interessierte Pflanzenliebhaber, Heilpraktiker, Schülern, Köche, Ärzte und Apotheker weiterzugeben, damit sich die Kenntnisse in der Bevölkerung wieder manifestieren.

Wenn wir wieder lernen mit unseren Sinnen die Pflanzenwelt um uns herum wahrzunehemen und besser zu beobachten, haben wir auch wieder die Möglichkeit uns selber zu heilen oder Heilimpulse mit Arzneipflanzen zu setzen.

Auch auf diesen Kräuterlehrgang werden tiefe Einblicke und Kenntnisse in die lebende Pflanzenwelt vermittelt, bontanische Merkmale erläutert und Anwendung aus Theorie und Praxis gegeben. Die feuchten Wiesen und Entwässerungskanäle im Lobetal lassen z.b. Pflanzen wie den Bittersüßen Nachtschatten, Mistel, Wasserpfeffer, Beinwell und das Sumpfhelmkraut sehr gut wachsen. Auf den sandigen Ebenen gedeihen dann eher die Sandstrohblume, die Wollige Königskerze wie auch die seltenere Mehlige-Königskerze, die Skabiose und die Acker-Witwenblume. Aber auch Schneeball, Weißdorn, Vogelbeere, Spagel, Malve, Schachtelhalm und Wolfstrapp begleiten uns hier im Lobetal auf unseren Lehrgang. Dies sind alles Heilpflanzen die ich häufig in meinen Teerezepturen verwende und darum auch gerne das Wissen darüber an euch weiter geben möchte.

So können wir zusammen einen lebendigen Bezug zur Heilpflanzenwelt wieder herstellen.

Der Tag ist eine Lehrveranstalltung für Laien und Profis und soll euch einen tieferen Einblick in die Pflanzenwelt rund um Berlin vermitteln. Viele wissen gar nicht mehr wie unsere Heilpflanzen aussehen, obwohl die meisten der Gebräuchlichen in unserer Nähe wachsen. Der Schatz der Natur ist reichhaltig und bietet Anlaß ihn zu nutzen um Wildkräuter sachgerecht als Heilmittel zu verwenden. Darum laßt euch entführen in die spannende und interessante Welt der Heilpflanzen rund um Berlin.

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Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl darum ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel.: 030-215 50 68 oder hpbrasch(at)web.de

Kosten: Unkostenbeitrag von 25,- €

Uhrzeit: von ca. 9:20 Uhr bis ca. 17:30 Uhr (Ab- und Ankunft S-Bahn Gesundbrunnen)

Treffpunkt: Wir treffen uns am Sa. den 5. September um 9:20 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen bis Bernau. Von dort geht es mit dem Bus 869 um 10:02 Uhr nach Lobetal Dorf.

UNSER ZIEL LIEGT von Berlin aus IM BVG-TARIFBEREICH C, deswegen am besten schon mit entsprechenden Ticket erscheinen.

Bitte mitbringen: Trittsicheres Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, was zu Schreiben, Proviant und evt. Bestimmungsbücher

Artemisia und Johanneskraut

22.07.2020 17:20 von

 

 

Pflanzenforschung – Johanniskraut und Artemisia annua

In meiner Doku Empfehlung, die sage und schreibe vor 22 Jahren erstmals ausgestrahlt wurde, geht es um die Wirkung von Johanniskraut bei Depressionen und Artemisia annua, dem Einjährigen Beifuß, bei Malaria. Hier der Link zur Doku

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist nach 20 Jahren aus der Forschung geworden?

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

 

Um Johanniskraut ist es stiller geworden, obwohl es ein zugelassenes, gut untersuchtes und von der GKV bezahltes Präparat bei leichter und mittelschwerer Depression gibt. Viele Ärzte kennen es gar nicht, geschweige denn,  dass sie es first hand ausprobieren oder verschreiben, so meine Praxiserfahrung. Oft bin ich derjenige, der es empfiehlt und die Patienten erst darauf hinweist, diese dann zum Arzt gehen, um dann eine Verschreibung dafür zu bekommen. Genauso ist es oft mit Cannabis bei Krebserkrankungen und schweren Schmerzsymptomatiken.

Dabei ist bekannt, dass Antidepressiva keine innovativen Medikamente sind und gerade bei leichter Depression genauso (un)wirksam sind wie Placebos. Beim Johanniskraut hat man aber in Studien eine eindeutige Wirkung bei leichter bis mittelschwerer und bei saisonaler Depression nachgewiesen. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 stiegen die ärztlichen Verordnungen der Mittel zur Behandlung von Depressionen um über 50 Prozent. Das macht klar, dass Phytomedikamente nur eine untergeordnete Rolle spielen und spielen dürfen.

Mittlerweile, das war zur Zeit der Ausstrahlung dieser Doku noch nicht so, ist dieses Präparat Laif900® ursprünglich von einer kleinen Firma zum Pharmariesen Bayer abgewandert. Das passiert gerade sehr oft, dass kleine Phytopharmafirmen ihre Blockbuster verkaufen, um im Kampf mit den Großen zu überleben. So ist es bei Iberogast® und Kyttasalbe® auch geschehen.

 

Einjähriger Beifuß (Artemisia annua)
Bei Artemisia annua ist die Forschung gerade wieder neu aufgeflammt, allerdings in einem ganz anderen Kontext: Die afrikanischen Länder setzen es aktuell bei der Behandlung von Covid19 ein.

Als Malariamittel war es schon im alten China bekannt und verwendet worden. 2015 hat die chinesische Pharmakologin Youyou Tu für die Forschung um Artemisia einen Nobelpreis für Medizin bekommen. Das Problem mit Artemisia als Pflanze ist, wie so oft, die Einzelstoff-Extraktion, in diesem Fall von Artemisinin.

In der Doku wird schön gezeigt, dass der Gesamtextrakt sowohl bei Johanniskraut als auch bei Artemisia sehr wirkungsvoll ist und man bei Johanniskraut noch immer nicht weiß, welche Inhaltsstoffe genau die antidepressive Wirkung hervorbringen. So hat auch die chinesische Pharmakologin ihre Forschung bei Kindern mit einen Gesamtextrakt in ärmlichen Regionen Chinas in den 70er Jahren begonnen. Das verhält sich übrigens beim Baldrian nicht anders. Auch hier konnten keine der Einzelstoffe vom Baldrian, weder die Lignane noch die Iridoide oder die Valeriansäure, in Untersuchungen die schlaffördernde Wirkung bringen. Nur der gesamte Extrakt oder der wässrige (Tee) Auszug zeigten eine eindeutige, schlaffördernde Wirkung, ohne die Fahrtüchtigkeit einzuschränken oder eine Tagesmüdigkeit zu verursachen.

Die Valeriansäure kommt übrigens auch noch in der Angelikawurzel (Angelica archangelica), im Kleinen Knöterichs (Persicaria minor) und den aus China stammenden Hasenohr (Bupleurum chinensis) vor, der auch eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung hat.

Die Extraktion und Halbsynthetisierung als Medikament Artesunat® hat im Laufe der Jahre mit vermehrter Anwendung in Afrika und Asien zu einer steigenden Resistenz der Malaria-Erreger geführt. Das heißt, früher hat man eine schnelle Wirkung und Linderung innerhalb von 1-3 Tagen gesehen, heute zieht sich die Heilung über einen längeren Zeitraum hin. Trotzdem ist Artesunat® immer noch hoch wirksam und einer der wichtigsten natürlichen Bausteine gegen Malaria, dieser schweren Erkrankung mit weltweit über 400.000 Toten jährlich. Im Jahr 2017 traten weltweit ca. 219 Millionen Malariafälle auf. Die meisten davon in Afrika (ca. 200 Millionen bzw. 92% der Fälle), gefolgt von Südostasien mit 5% der Fälle. Im Mittelmeerraum waren es ca. 2% der Fälle.  Kinder unter 5 Jahren sind die am stärksten betroffene Gruppe: Im Jahr 2017 machten sie 61% (266.000) aller Malaria-Todesfälle weltweit aus.

 

Chinarinde (Cinchona pubescens)

Eine weitere Malariapflanze, die ganz ins Abseits gerückt ist, heißt Chinarinde. Die Rinde stammt aus dem Nationalbaum von Peru (Cinchona pubescens), der dort auch die Nationalflagge schmückt. Der Gattungsname Cinchona geht ursprünglich auf das spanische ‚quinaquina‘ (= Rinde der Rinden) zurück. Der Baum gehört zur Familie der Rötegewächse wie Kaffee, Färberkrapp (Rubia tinctorum) und Katzenkralle (Uncaria tomentosa). Übrigens zwei weitere Pflanzen, die starke und gute Pflanzenmittel gegen Schmerzen der Gelenke und pathogene Erreger sind. Der Färberkrapp war früher ein oft benutztes Mittel bei Nierensteinen.

 

 

Färberkrapp (Rubia tinctorum)

Heute ist der Färberkrapp als Heilpflanze in Deutschland verboten, es gibt jedoch mit Manjistha eine ayurvedische Variante. Die Krappwurzel, auch Färberröte genannt, war seit dem frühen Mittelalter der wichtigste Lieferant eines roten Farbstoffes in Mitteleuropa. Schon im Altertum wurde Krapp zum Färben verwendet, wovon Texte auf erhalten gebliebenen Papyrii zeugen. Der rote Farbstoff, der nach dem orientalischen Namen der Pflanze ‚Lizari’oder ‚Alizari‘ Alizarin genannt wird, ist in der Wurzel der Krapppflanze enthalten. Sie wird im 3. Wachstumsjahr geerntet, getrocknet und gemahlen.

Auch in der Wurzel des Wiesen-Labkraut (Galium mollugo), früher auch die kleine Färberröte genannt, kommt dieser Farbstoff  in kleinen Mengen vor. Es war die Färberpflanze der armen Bevölkerung.

Die Alizarinsynthese gelang 1868 Carl Gräbe und Carl Liebermann. Sie erkannten, dass das Alizarin ein Derivat des im Steinkohlenteer vorkommenden Anthracen sein muss. Justus von Liebig hatte schon Jahre vorher die Synthese des Alizarins prophezeiht.

Er schrieb: „Wir glauben, dass morgen oder übermorgen jemand ein Verfahren entdeckt und aus Steinkohlenteer den herrlichen Farbstoff des Krapp oder das wohltätige Chinin oder das Morphin zu machen.“ Die technische Synthese über die Sulfonierung des Anthrachinons wurde von Gräbe, Liebermann und Caro im „Wettlauf“ mit Perkin am 25. Juni 1869 als englisches Patent eingereicht.

Das war der Anfang des Unterganges der pflanzlichen Farbstoffe und Färbemittel.

Jeder kennt den Geschmack von Bitter Lemon. Bitter Lemon wurde früher, genauso wie Tonic Water, von den Kolonialmächten zur Vorbeugung gegen Malaria verwendet. Da war natürlich auch noch Chinarinde drin. Dann hat man das Chinin extrahiert, welches in Bitter Lemon heute noch als Aromastoff Chinin enthalten ist.

Rezept: Ich mache mir in Erkältungszeiten, aber auch jetzt im Sommer, gerne ein Chinarinden-Erfrischungsgetränk. Dafür nehme ich so ungefähr 1TL Rinde, überbieße es mit 50ml kochend heißem Wasser  und lasse es 3omin als Teeauszug ziehen. Dann fülle ich das Ganze in eine 1 Literflasche zusammen mit 3 ausgepressten Zitronen oder auch 5 Limetten ab, fülle die Flasche mit Sprudelwasser oder stillem Wasser auf und süße es noch nach Belieben mit Birkenzucker. Es ist sehr erfrischend und ein stark wirksames Mittel gegen alle Arten von Erregern oder auch bei Sommer- und Wintergrippe.

Im Bezug zur Malariaerkrankung könnte man sich dieser Tage auch fragen, warum die Unsummen von Mrd. Euro, die jetzt in die Covid19 Forschung gesteckt wurden, nicht zu Forschungszwecken von Malariamitteln oder zur Prävention und Verbesserung der Lebensumstände in Afrika geflossen sind? Mit der Erderwärmung wird auch die Malariaerkrankung wieder weiter Richtung Norden Europas ziehen, wie es früher schon einmal war. Schon im alten Rom war die Malaria spätestens ab 200 v. Chr., besonders in der Region Roman Campagna weit verbreitet. In Ägypten noch viel früher und auch im Altertum kannten die Griechen diese Erkrankung schon.

Zurück zur großen Heilpflanze Artemisia: Sie hat noch einen ganz anderen Aspekt in der Anwendung, der zwar nur im Labor bestätigt wurde, es aber bis jetzt nicht zur aussagekräftigen Forschung am Menschen geschafft hat. Es hat eine eindeutige Wirkung auf Krebszellen.

Da aber Pflanzenforschung gegen Krebs nicht von pharmazeutischen Großunternehmen angestrebt wird, und Regierungen dafür keine relevanten Summen zur Verfügung stellen, hat sich dieser Aspekt wieder verflüchtigt. Das ist übrigens bei vielen Pflanzen so, die eine eindeutig antikanzerogene Wirkung im Labor zeigen. Hier sei nur mal die erste Euphorie bei der Betulinsäure der Birke gegen Krebs und HIV genannt. Das ist jetzt schon länger als ein Jahrzehnt her und in der Entwicklung als Medikament ist nicht wirklich was in Aussicht. Nur bei den toxischen Pflanzeninhaltsstoffen wie aus der Eibe (Tamoxifen®), dem Madagaskar Immergrün (Catharanthus roseus) mit ihren Wirkstoffen Vinblastin/Vincristin und aus den Blättern von Camptotheca acuminata (Camptothecin ist ein zelltoxisches Alkaloid) dem Chinesischen Glücksbaum, einem zu den Tupelogewächsen (Nyssaceae) gehörenden chinesischen Baum, wurden drei der wichtigsten Krebsmittel aus Pflanzenstoffe hergestellt, die heute auf dem Markt sind. Die pure Einnahme der Pflanzenteile ist sehr giftig und kann schon in kleinen Dosen zum Tode führen. So wie auch der Schierling früher eines der ersten, aber hoch giftigen Krebsmittel war. Darum soll und darf mit diesen Pflanzen ausdrücklich keine Selbstmedikation erfolgen!

Diese drei erstgenannten Pflanzen wurden Mitte der 60er Jahre von National Cancer Institute in einen Screening von über 3000 Pflanzen herausgepickt, um damit Forschung zu betreiben.

Pflanzen wie Lapacho und Katzenkralle, die auch im Rahmen dieses Screenings untersucht wurden und eine antikanzerogene Wirkung zeigten, hat man zur Forschung fallen gelassen.

 

Also was kann man daraus lernen?

Der Gesamtextrakt der Pflanze als Tee-, Pulver-, Zäpfchen (wie auch in der Doku gut gezeigt wird bei Babys) oder als Tinktur, bietet die sicherste und sinnvollste Methode, um eine Resistenz von Erregern wie bei Malaria, aber auch bei Bakterien und Viren zu vermeiden. Denn man darf nicht vergessen: Diese Erreger sind schon seit Milliarden von Jahren (Ausnahme der Malariaerreger, der ist wahrscheinlich erst ca. 60 Millionen Jahren im Darmtrakt von Reptilien entstanden) auf unserem Planeten und haben die Fähigkeit sich hervorragend und schnell anzupassen. Bakterien teilen sich in der Regel alle 20min. So sind sie schnell in der Lage sich neuen Umweltbedingungen anzupassen, also zu mutieren, wie wir bei der Antibiotikaresistenz gerade sehen können.

Multiresistente Keime – Nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen)

Experten schätzen, dass bis zu 600 000 Menschen pro Jahr in Deutschland Krankenhausinfektionen erleiden. Jährlich sterben alleine an dem Krankenhauskeim MRSA 10.000-20.000 Menschen in Deutschland, laut RKI. 80 Prozent der im Krankenhaus erworbenen Infektionen sind Lungenentzündungen, Harnwegsinfektionen und Wundinfektionen. Schätzungen zufolge infizieren sich mehr als 2,5 Millionen Patienten in Europa jedes Jahr neu mit Krankenhauskeimen. Das wäre doch wirklich eine Pandemie Stufe 6 laut WHO wert, oder?

 

Für alle, die sich für Heilwirkungen, Bestimmung, das Sammeln und die Zubereitung von Heilpflanzen interessieren, biete ich eine Jahresausbildung in Heilpflanzenkunde an. Mein neuer Kurs startet im September! Mehr Infos findet ihr hier

 

 

Links:

Malaria Evolution: http://www.gigers.com/matthias/malaria/history.htm

Malaria Report: https://tropeninstitut.de/aktuelle-krankheitsmeldungen/23.11.2018-who-malaria

Artemisia: https://www.deutschlandfunk.de/heilpflanze-artemisia-annua-afrikanischer-kraeutertrank-als.676.de.html?dram:article_id=478372

Antidepressiva Placebo: https://www.derstandard.de/story/2000107329748/placebos-und-antidepressiva-wirken-gleich-gut

Johanneskraut: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2001/daz-9-2001/uid-331

MRSA: https://www.scinexx.de/news/medizin/deutschland-bis-zu-20-000-tote-jaehrlich-durch-krankenhauskeime/

Arsunate: https://www.duale-medizin.de/behandlungsmethoden/biologische-chemotherapie/

Färberkrapp: https://www.tuhh.de/b/hapke/farbstof.html